Die Schauspielerin Jutta Hoffmann wird zusammen mit vier anderen Künstlern beziehungsweise Gruppen mit dem diesjährigen Kritikerpreis der "Berliner Zeitung" ausgezeichnet. Sie wird damit nach dem Urteil der Jury für die so großartige wie bescheidene Darstellung der Rosa Luxemburg in Einar Schleefs Inszenierung "Verratenes Volk" am Deutschen Theater Berlin geehrt. Ausgezeichnet wird auch der Bühnenbildner Bert Neumann von der Volksbühne, ohne dessen "Bilder und Zeichen" die Programmatik des Theaters gar nicht denkbar sei. Das Kabarett Malediva erhält den Preis, weil seine Akteure in ihren Liedern vom Land "da mit Komik überraschen, wo man es am wenigsten" erwarte. Der Comiczeichner Atak wird ausgezeichnet, weil seine Arbeiten "in Schönheit und ästhetischer Klugheit unter gegenwärtigen Comiczeichnern einzigartig" sei. Und die Balletttänzerin Margaret Illmann erhält den Preis "für ihre Fähigkeit, Gegensätzliches miteinander zu verbinden, ätherische Leichtigkeit und erdenschweren Realismus". Mit Berichterstattung und Kritik möchte die Redaktion das Jahr über für Wissenschaften und Künste etwas tun. Die traditionelle Preisverleihung versteht sich als Ergänzung, um "besondere Leistungen zu ehren". Die Verleihung des mit je 10 000 Mark dotierten Preises findet am 26. September in den Kammerspielen des Deutschen Theaters statt. (ku.)