Der Bundesgerichtshof hat Briefe beschlagnahmen lassen, die der im NSU-Verfahren angeklagte frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben aus der Haft heraus an Freunde und Bekannte geschrieben hat. Nach Informationen der Berliner Zeitung erfolgte die Beschlagnahme, weil Wohlleben verschiedene Buchstaben in den Briefen so miteinander verbunden haben soll, dass Hakenkreuze entstanden sind. Dem 37-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in neun Fällen vorgeworfen. Er soll die Ceska-Tatwaffe besorgt haben. Nach Auffassung des BGH könnten die Briefe Beweismittel in dem anstehenden Prozess sein, weil sie Rückschlüsse auf seine rechtsextreme Gesinnung erlaubten. (BLZ)