MITTEKaum sind die Hackeschen Höfe saniert, wird schon wieder umgebaut. Von der den Bündnisgrünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung. Sie will das Dach des repräsentativen Vorderhauses als Tagungsetage ausbauen. Zwei Pfeiler mußten deshalb weichen und wurden gestern mit einem Autokran aus dem Dach gehoben.Öffentliche Veranstaltungen, politische Diskussionen, Ausstellungen, verbunden mit einem Panoramablick durch die runden Fenster über den Bezirk Mitte: So stellt sich die Heinrich-Böll-Stiftung das Dach ihrer neuen Bundesgeschäftsstelle in den Hackeschen Höfe vor. Ende Juli soll alles fertig sein. Im Weg allerdings waren zwei 6,5 Meter große Pfeiler, die nur zum Bau des neuen Daches benötigt wurden. Bei einer ursprünglich von den Eigentümern der Höfe geplanten Büronutzung im Dach hätten die Stützen auch nicht gestört. Nun aber mußten sie weg. "Bei Veranstaltungen wäre einigen Leuten sonst immer die Sicht auf das Podium versperrt gewesen", begründet Klaus Pech von der Stiftung. Sie hatte sich gerade wegen der attraktiven und geräumigen Galerie im Dach für die Hackeschen Höfe als neuen Sitz entschieden. Seit Februar läuft der Ausbau. Um die unnützen Pfeiler knapp an Holzbalken vorbei durch das teilweise wieder abgedeckte Dach zu bugsieren, mußten gestern die Bauleute Maßarbeit leisten.Die Stiftung wird zu den größten Mietern in den Hackeschen Höfen gehören. Insgesamt 2 500 Quadratmeter will sie im Vorderhaus am Hakkeschen Markt nutzen. Noch belegt dort die IHK einige Büroetagen, zieht aber bis zum Jahresende aus. "Wir stehen unter Zeitdruck", so Pech. Denn schon in einem Monat werden etwa 80 Mitarbeiter der Stiftung aus Köln, Göttingen und Hamburg nach Berlin kommen.ua