Der Tatort: die Auffahrt zum Acker am Rande des Waldstücks Uhlenbusch. 
Foto: Markus Wächter

SehndeIn der Justizvollzugsanstalt Sehnde sitzt Christian Bogner beim ersten Treffen im Februar 2018 im Besucherraum im Hochsicherheitstrakt. Das Gespräch findet hinter Panzerglas statt. Er spricht mit norddeutschem Einschlag, wirkt freundlich und zuvorkommend. Sein Anwalt ist an diesem Tag dabei. Er versucht, gegen die rigiden Haftbedingungen vorzugehen. „Zentral ist die Isolationshaft, das ist Folter“, meint der Anwalt. Nie ein Kontakt zu einem anderen. „Die Tat als solche rechtfertigt ja nichts, außer der Dauer der Haft“, sagt der Anwalt. „Es geht um etwas Prinzipielles bei diesem Fall.“

Bogner spricht in das Mikrofon hinter der Panzerglasscheibe: „Ich bin jemand, der mit offenen Karten spielt.“ Er macht Späße darüber, dass er ein hochintelligenter Psychopath sein soll. „Mit viel Aufwand habe ich den Hauptschulabschluss absolviert. Ein Mensch, der wirklich intelligent ist, bleibt nicht 40 Jahre in den Fängen der Justiz“, sagt er. Und bei einem weiteren Treffen im August sagt er: „Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass ich meinem Freund etwas angetan habe. Ich bin wirklich unschuldig.“ Mit seinem Freund meint er Engelbert Danielsen.

Christian Bogner hinter Panzerglas beim Interview.
Foto: Volkmar Otto

Am 10. November 2004 gilt der noch als vermisst. Ermittler befragen die Anwohner. Kriminaloberkommissar Müller* notiert die Aussage einer Nachbarin: „Herr Danielsen erzählte ihr, dass er ab Dezember in Stuttgart eine Stelle bekommt. Sein Betreuer hilft ihm dabei und fährt ihn nach Stuttgart.“

Danielsens vermeintlicher Arbeitsvermittler sollte ihn demnach abholen. Es soll um eine Stelle als Gärtner bei Mercedes gegangen sein. Die Polizei findet bei der Wohnungsdurchsuchung bei Danielsen dessen Terminkalender mit entsprechenden handschriftlichen Vermerken und verschiedene Zettel mit Notizen.

„Relativ häufig werden Kontakte telefonischer Art zu einer Person mit dem Namen Mayers* aufgeführt. Es finden sich keine Hinweise in dem Notizbuch, dass es jemals einen persönlichen Kontakt mit Mayers gegeben hat. Vorwiegend ist von „Anrufen die Rede“, notiert Kriminalhauptmeister Schering*.

Auf Danielsens Couch finden Beamte einen Briefumschlag, in dem ein „Schreiben an Herrn Mayers mit Lebenslauf Danielsen“ liegt. Im Schrank steht ein Aktenordner mit „Vorstellungsschreiben und Lebenslauf an Herrn Mayers“. In seinem Kalender notiert Danielsen am 24. Januar 2004 einen Anruf von „Herr Mayers – AVG, Plön, Buchenallee“.

Mord über ein Jahr geplant

„AVG“ ist offenbar die Firma von Mayers. Später, bei der Durchsuchung von Bogners Fluchtfahrzeug, findet die Polizei den von Danielsen ausgefüllten Vordruck eines Aufnahmeantrages der „AVG Arbeitsvermittlungsgesellschaft“. Mit detaillierten Angaben zu Danielsens Familie, Wehrdienst und Krankheiten. Nützliche Informationen, um einen anderen auszuforschen und um dessen Identität zu übernehmen, glaubt die Polizei.

Datiert ist der Antrag auf den 28.7.2003 – über ein Jahr vor Bogners Flucht am 26. Oktober 2004 und Danielsens Verschwinden. Einen Tag vor dem Ausbruch notiert Danielsen noch in seinen Kalender: „Sindelfingen amtlich. Abfahrt 12.00 oder 12.30 Uhr.“

Arbeitete Bogner über ein Jahr an einem Ausbruch samt Mordplan?

Der Vordruck der von Bogner erfundenen Arbeitsvermittlungsgesellschaft (AVG), der von Danielsen ausgefüllt wurde.
Foto: Akte (m)
Der Brief von Engelbert Danielsen an seinen vermeintlichen Arbeitsvermittler der AVG, als der sich Bogner ausgab.
Foto: Akte (m)

Die Polizei nimmt Bogners Bruder, Martin Mayers, und dessen Freund Andreas Adam* als Verdächtige fest. Adam ist Danielsen Nachbar, der bei seiner ersten Befragung auffällig nervös war.

Die Kriminalisten erklären Mayers, dass es nun um die Beteiligung an einem Mord gehe. „Für mich ist das unglaublich“, sagt er. Danielsen kenne er nur flüchtig von Besuchen bei Adam. „Ich habe noch nie Kontakt zu Danielsen gehabt.“

„Sagt Ihnen der Begriff Arbeitsvermittlungsgesellschaft Plön etwas?“ Erst verneint er, um dann Stunden später zu gestehen: „Da ist mein Bruder draufgekommen, um Kontakt zu haben, um später seinen Ausweis zu kriegen.“ – „Wessen Ausweis?“ – „Den Ausweis von Herrn Danielsen. Er wollte seine Identität haben.“ Wie lernte Bogner Danielsen kennen? „Ich habe ihm erzählt, dass Herr Danielsen ein Einzelgänger ist“, erklärt sein Bruder. Durch seinen Freund Adam habe er von Danielsen erfahren und Bogner von der Ähnlichkeit erzählt.

Die Geschichte eines Mörders

Christian Bogner gilt als einer der gefährlichsten, aber auch rätselhaftesten Täter der Republik. Zwei Personen verschwanden, in deren Identität er zuvor geschlüpft war. Doch Bogner beteuert seine Unschuld, und er will raus aus der jahrelangen Isolationshaft, die sein Anwalt als Folter bewertet.

Eine exklusive Serie der Berliner Zeitung in vier Teilen.
berliner-zeitung.de/bogner

Wenn Danielsen Briefe an die AVG schrieb, habe er sie Bogner am Telefon vorgelesen. Bogner habe dann mit Danielsen telefoniert. „Ich muss ihnen gleich sagen, wenn mein Bruder bei jemanden anruft und was will, dann ist er so überzeugend, dass die Leute alles sagen.“

Nachdem Mayers seine Fluchthilfe für seinen Bruder gesteht, gibt er zu, eine Schreckschusspistole gekauft zu haben. „Mein Bruder sagte mir, besorg mir Schaufel und Spaten. Ich fragte ihn, wofür brauchst du das denn. Er sagte dazu, falls er sich mal auf der Flucht einbuddeln müsste. Das Ganze war mir nicht geheuer“, sagt er. „Kabelbinder habe ich auch besorgt.“

Martin sagte mir …, dass sie ihn, d.h. Danielsen, in einen Hinterhalt locken wollten und ihm dort etwas antun oder ihn umbringen.

Freund von Bogners Bruder

Im Verhörzimmer nebenan vernimmt die Mordkommission Andreas Adam. Er sagt, dass ihm Danielsen erstmals im Sommer 2004 erzählt habe, dass ein Vermittler namens Mayers ihm eine Arbeit in Sindelfingen vermitteln wollte.

„Herr Adam, Sie haben uns erzählt, dass Sie einen Bekannten haben, der Martin Mayers heißt und in Plön in der Buchenstraße* 44 wohnt. Nun erzählen Sie uns, dass Ihr Nachbar Herr Danielsen von einem Vermittler namens Mayers, Buchenstraße 44 in Plön, vermittelt worden ist. Kommt Ihnen das nicht komisch vor?“ Adam: „Das kam mir schon komisch vor.“

Nach einem fünfstündigen Verhör gibt Adam endlich zu, dass er von Bogners Flucht wusste. Dann rutscht ihm etwas heraus: „Martin sagte mir …, dass sie ihn, d. h. Danielsen, in einen Hinterhalt locken wollten und ihm dort etwas antun oder ihn umbringen.“ Kurz danach widerruft er seine Aussage als die Beamten ihn gemeinsam mit Mayers verhören. Später gesteht er: „Ich hatte zuvor Angst, die Wahrheit zu sagen, weil ich befürchte, dass Bogner mir etwas anhängt, was nicht den Tatsachen entspricht.

Ich habe Bogner nämlich am 26.10.2004 nachmittags gesehen, er und Danielsen standen vor meiner Wohnungstür, man hatte bei mir geklingelt. Danielsen erklärte mir, dass es jetzt losgehen würde, er würde jetzt nach Stuttgart oder Sindelfingen fahren, dort etwa eine Woche bleiben, um sich über seine neue Arbeitsstelle zu informieren. Neben Danielsen oder etwas abseits stand eine zweite männliche Person, die auch noch sagte, dass sie Danielsen abholen und nach einer Woche wieder zurückbringen würde. Jetzt im Nachhinein und auch weil ich jetzt weiß, wie der Bogner aussieht, bin ich mir ganz sicher, dass es sich hier bei der zweiten Person um den Bogner handelte.“

Hier sah Adam Danielsen das letzte Mal, als ihn sein vermeintlicher Arbeitsvermittler abholte.
Foto: Stephan Thiel

Am 16. November 2004 wird gegen Martin Mayers Haftbefehl erlassen. „Von der Information seines Bruders über die Ähnlichkeit mit dem Engelbert Danielsen inspiriert, entwarf der Beschuldigte Bogner aus der Justizvollzugsanstalt heraus einen Plan, um mit dem in Aussicht genommenen Tatopfer Danielsen in Kontakt zu treten“, heißt es da.

Bogner hatte Danielsen viele Male aus dem Gefängnis heraus angerufen. Bei seiner Festnahme beschlagnahmten die Ermittler bei ihm Danielsens Krankenkassenkarte, dessen EC-Karte, Sozialversicherungsausweis, den Führerschein und Personalausweis.

Im Haftbefehl heißt es: „Es gelang Bogner in zahlreichen Gesprächen mit Danielsen, diesem glaubhaft zu machen, dass er ihm eine gut dotierte Stelle als Gärtner bei der Firma Daimler-Benz in Stuttgart/Sindelfingen vermitteln könne. Hiervon wusste der Beschuldigte Mayers.“ Die Staatsanwaltschaft führt aus: „Auf dem Weg tötete der Beschuldigte Bogner den Danielsen – wie von vornherein geplant und beabsichtigt – auf bislang ungeklärte Art und Weise … An einem unbekannten Ort im norddeutschen Raum.“

Auch Christian Bogner wird am 15. November eröffnet, dass es nun um Mord gehe. „Hierzu erklärte er, dass der Tatvorwurf unglaublich sei, er benötige keinen Rechtsbeistand und sei nicht gewillt, sich einzulassen.“ Erst als die Kriminalisten erklären, dass Adam und sein Bruder festgenommen worden seien, ändert er seine Haltung.

Danielsen, erklärt Bogner nun, hätte „in seinem Bekanntenkreis damit geprahlt, dass er Arbeit bei Daimler-Benz als Gärtner mit guter Bezahlung bekommen könne.“ Deswegen sei Danielsen auf die Idee mit der Arbeitsvermittlung gekommen, die dazu gedient habe, dessen Prahlerei zu belegen.

Bogner habe dann Schriftstücke der AVG an seinem PC im Gefängnis entworfen und per Post an seinen Bruder geschickt. Als Absender einer fiktiven Arbeitsvermittlung hätte ja nicht die JVA erscheinen dürfen.

Ich habe Engelbert als Einzelgänger kennengelernt. Er stellte sich uns hier sehr ruhig und ängstlich dar.

Schwester von Engelbert Danielsen

Doch wie passt diese Angeberei zu einem Danielsen, dem es nur schwer gelang, Kontakt zu anderen aufzubauen? Im Alter von sechs Wochen gibt ihn sein Vater in eine Pflegefamilie, die Geschwister kommen in eine andere. Erst mit 30 Jahren lernt er seine Schwester kennen. Sie sagt bei der Polizei aus: „Ich habe Engelbert als Einzelgänger kennengelernt. Er stellte sich uns hier sehr ruhig und ängstlich dar.“

Bogner berichtet weiter, bei seiner Flucht habe er wie vereinbart von Danielsen dessen Ausweispapiere für 2000 Euro erhalten. Seinen Freund habe er dann „wunschgemäß“ am Hamburger Hauptbahnhof abgesetzt. Bogner selbst will in Eutin im Auto übernachtet haben.

Ob er auch südlich von Hamburg unterwegs gewesen sei, fragen die Beamten. Bogner verneint, wird aber hellhörig.

Das Verhör endet kurz vor 14 Uhr. Er hat eine Nacht Zeit zum Nachdenken.

Eine Auswertung der Verbindungsdaten von Danielsens Handy hatte ergeben, dass am Fluchttag um 17.10 Uhr die Autovermietung Hertz in der Hamburger Kirchenallee angerufen wurde. „Standort Opferhandy: Salzhausen (Niedersachsen), Bahnhofstraße“, heißt es im Protokoll.

Salzhausen liegt südlich von Hamburg und Bogner hatte das Handy von Danielsen bei seiner Festnahme dabei. Die Ermittler gehen deswegen davon aus, dass Danielsen zu diesem Zeitpunkt schon tot ist. Denn um 19.52 Uhr sieht man auf Überwachungsbildern der Sparkasse in Eutin, wie Bogner 1000 Euro von Danielsens Konto abhebt.

Die Sparkasse, in der Bogner Geld abhob.
Foto: Markus Wächter
Bogner beim Abheben mit der EC-Karte von Engelbert Danielsen. Foto der Überwachungskamera der Sparkasse.
Foto: Akte

Am nächsten Tag, dem 16. November, gibt Bogner im Verhör eine Ergänzung zu Protokoll: Die fingierten Unterlagen der AVG hätten zur Abmeldung beim Arbeitsamt Eutin gedient. Und er gibt zu, dass er nach Egestorf, südlich von Hamburg, gefahren sei, um eine Sparkasse auszukundschaften. Nach dieser Aussage beendet die Mordkommission das Verhör und ermittelt zwei Wochen lang weiter.

Am 1. Dezember 2004 fahren der zuständige Staatsanwalt und ein Amtsrichter in die Justizvollzugsanstalt Lübeck. Sie überstellen Bogner den Haftbefehl. Erst jetzt fängt er an zu reden. Er habe Danielsen getötet und in der Nähe von Salzhausen vergraben, sagt er.

Die Mordkommission fordert umgehend Einsatzkräfte an: Kriminaltechnik, ein Ermittlungsteam, eine Rechtsmedizinerin mit Fotografin, ein Lichtmastwagen und das SEK Bremen, das Bogner bewachen soll. Noch am Nachmittag fahren sie los.

„Im Expresstempo durchschnitt der Fahrzeugtross die diesig-grauen Nebelschwaden, die sich wie ein dicker Schleier über das dunkle Asphaltband der Autobahn gelegt hatten und die gesamte Szenerie in eine bizarre Atmosphäre tauchten“, schreibt Bogner in seinen Aufzeichnungen.

Er trägt während der Fahrt Hand- und Fußfesseln. In Lübberstedt geht es einen Berg hinauf, an einem Hof vorbei. Die Straße wird zu einem Weg aus Betonplatten, der entlang eines Feldes in eine Senke führt.

Rechts zweigt ein unbefestigter Feldweg zum Waldstück Uhlenbusch ab.

Es ist 15.58 Uhr und die Dämmerung setzt ein, als Bogner mit Handschellen auf diese Stelle im Acker hinweist. Danach bringt ihn das SEK nach Lübeck.

Eine Einsatzhundertschaft sichert am Uhlenbusch das Gelände, Mitarbeiter des K6 und die Gerichtsmedizinerin beginnen, das Grab zu öffnen.

„Der Leichnam war um 18.00 Uhr vollständig freigelegt“, heißt es in einem Vermerk. Ein Bestattungsunternehmen bringt schließlich die Leiche von Engelbert Danielsen in die Gerichtsmedizin nach Lübeck.

Bilddokumentation der Polizei des Tatorts am Uhlenbusch.
Foto: Akte
Grab von Engelbert Danielsen.
Foto: Akte

Im Gefängnis in Lübeck verhören die Kriminalbeamten Bogner. Er nennt Engelbert Danielsen nun „Engel“. Mit seinem Freund Danielsen sei er in Egerstorf von der A1 Richtung Salzhausen abgefahren, um sich auszuruhen. Sie kamen über einen Feldweg zum Waldstück Uhlenbusch und machten eine Rast.

Bogner berichtet von einer Schulterverletzung, die er sich beim Ausbruch zugezogen hatte. Bei der Rast am Waldrand sei Danielsen – homosexuell veranlagt – sexuell übergriffig geworden. Das sei passiert, als er ihm die verletzte Schulter massiert habe.

Bogner braucht nun eine Pause beim Verhör, wünscht die Anwesenheit seiner Psychologin, weil er sich „seelisch nicht in der Lange fühle, weiter zu berichten“.

Dann erzählt er, wie er sich gegen die Übergriffe von Danielsen gewehrt habe. „Worauf er mich angeschrien hat und sagte, ich wäre wohl jemand, der es mit Gewalt mögen würde.“ Und dann habe Bogner einen Aussetzer gehabt. „Als ich dann irgendwann zu mir gekommen bin, lag Engel tot neben mir. Und hatte meine rote Krawatte um den Hals.“

Kriminalhauptkommissar Laber* fertigt zu dieser Situation am nächsten Tag einen Vermerk: „Mehrere Minuten schluchzte Herr Bogner mit auffallend rotem Kopf … Tränen waren unstimmig zu diesem nach außen sichtbaren Verhalten in keiner Weise festzustellen.“

Weil er am ganzen Körper gezittert habe, so Bogner, habe er zwei Diazepam geschluckt. Beruhigungsmittel. Ein Ausbrecher mit einem Toten: Man hätte ihm den Unfall niemals abgekauft, erklärt er. Deswegen habe er sich entschlossen, keine Polizei zu rufen. Er habe Danielsen 20 Meter in ein Gebüsch geschleift und dort abgelegt. Danach sei er nach Eutin gefahren, habe mit dessen EC-Karte Geld abgehoben und in einem nahe gelegenen Waldgebiet im Auto übernachtet. Zum Schlafen habe er wieder Diazepam verwendete. Das Medikament wurde später in Bogners Fluchtauto gefunden.

Modell „Holsteiner Schaufel“, die Bogners Bruder Martin Mayers kaufte und in den Kofferraum von Bogners Fluchtfahrzeug legte.
Foto: Akte

Drei Tage später sei er wegen Gewissensbissen zurückgefahren. Unterwegs habe er sich einen Spaten an einer Baustelle mitgenommen, um Danielsen zu begraben. Doch dann legt der Ermittler Bogner Fotos mit einer roten Schaufel vor. „Diese Schippe wurde neben anderen Gegenständen von ihrem Bruder in das Mietfahrzeug (den Fluchtwagen, Anm. d. Red.) gelegt. Was können Sie dazu sagen?“ – „Das stimmt so nicht.“ – „Ihr Bruder gibt weiter an, dass er neben dieser Schaufel auch einen Spaten ins Auto gelegt hat. Was sagen Sie dazu?“ – „Das hat er nicht gemacht, dann hätte ich mir ja in Hamburg keine klauen müssen.“ Zu den Kabelbindern erklärt er: „Das stimmt auch nicht.“ Ermittlungen bei der Gärtnerei Westphal bestätigen, dass Bogners Bruder dort eine „Holsteiner Schaufel“ des Herstellers Ideal kaufte.

*Namen geändert