London. Britta Steffen lässt die Fortsetzung ihrer Schwimm-Karriere offen. «Jetzt gehe ich erstmal in Urlaub, nicht so richtig wohlverdient, und entscheide dann dort, was ich möchte», sagte die 28-Jährige in London nach ihrem vierten Platz im olympischen Finale über 50 Meter Freistil.

Sie habe noch keine Tendenz zu einer Entscheidung, ob und wie lange sie weitermacht. «Dafür spricht, dass ich noch große Lust habe, und die EM 2014 in Berlin ist. Dagegen spricht vielleicht, dass das Umfeld, die deutschen Medien sehr hart mit mir ins Gericht gehen und dass gewisse Experten nicht wirklich von der Sache sprechen, sondern ihre Meinung kundtun», sagte Steffen, die auf Nachfrage dazu nicht ins Detail gehen wollte.

Falls Steffen weiter schwimmt, dann wohl eher über die 50 Meter Freistil. «Die 50 haben mir bewiesen, dass ich es noch kann», sagte sie. «Für die 100 würde wahrscheinlich noch enorm viel Arbeit anstehen. Da müsste ich über meine Grenzen trainieren, und müsste beruflich kürzertreten, deswegen weiß ich nicht genau, wie die Entscheidung aussehen wird.»

Die Weltrekordlerin würde gerne mit ihrem langjährigen Trainer und Vertrauten Norbert Warnatzsch weiterarbeiten, «oder mit einem jüngeren Trainer, der von ihm lernen kann. Ob das zukunftsmäßig passt, entscheiden andere, da habe ich kein Wörtchen mitzureden, und mit der Leistung noch weniger». (dpa)