Ich habe ein schlechtes, ein viel zu schlechtes Gedächtnis. Als vor drei Wochen das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein Nachtflugverbot (22-6 Uhr) für einen weiteren Abschnitt des Flughafens Schönefeld aussprach, da dachte ich nur: Schon wieder Ärger mit dem Flughafen, den es noch gar nicht richtig gibt. Meinem schlechten Gedächtnis hilft – wenigstens in dieser Frage – ein neues Buch auf.

Das erinnert mich daran, dass schon in den allerersten Gutachten, als es noch um die Standortauswahl des zu bauenden Großflughafens ging, die Nachtflugproblematik in Schönefeld ein Thema war. Dies schien den Gutachtern rechtlich so eindeutig, dass sie sich deutlich gegen den Standort Schönefeld aussprachen. Das war zum Beispiel das Ergebnis der Untersuchung durch ein internationales Expertenteam, die im August 1991 vorgelegt wurde. Vor mehr als 20 Jahren also. Man wusste es. Man scherte sich nicht drum. Jetzt bekommt man die Quittung.

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