Demokratie ist eine schwierige Sache, zumal rund um den Wahltermin. Vorher sollen sich die Parteien klar voneinander abgrenzen, und hinterher müssen die Wahlsieger ihre Positionen mühsam wieder annähern und Kompromisse schließen. Vorher beschweren sich die Wähler, wenn sich die Parteien zu ähnlich sind, hinterher ebenso, wenn sie die im Wahlkampf postulierten Gegensätze notgedrungen überwinden. Die Bürger sind wütend, und die Politik ist schuld. So kann das nichts werden mit unserer Demokratie. Was also tun?

Zuerst einmal die Ursachen dieses Dilemmas analysieren, dann Lösungsmöglichkeiten diskutieren und schließlich ein paar Vorschläge für eine progressive Reform machen. So geht der österreichische Publizist Robert Misik das Thema in seinem neuen Buch „Ist unsere Politik noch zu retten? an – und das auf gleichermaßen kluge wie unterhaltsame Weise. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist der Verdruss der Bürger über die Politik. Allerdings glaubt Misik, man könne für die Zweifel an unserem politischen System nicht nur dessen Protagonisten verantwortlich machen, sondern auch die Bürger, die sich aufgrund ihres Verdrusses der Teilhabe am demokratischen Prozess zunehmend verweigern.

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