Potsdam..Nein zur Länderehe -- Brandenburg hleibtl Mft diesem Ruf zieht das .Bürgerbandnis freier Wähler um Günter Nooke in den Kampf um die Landtagsmandate. Das Bündnis will Politik quer zu den etablierten Parteien gestalten."Wir sind nicht links oder rechts, wir stehen in der Mitte der Gesellschaft." Mit diesen Worten umreißt Spitzenkandidat Günter Nooke die Position des Burgerbündnisses in der politischen Landschaft. Der bisherige Chef der Bündnis-Fraktion im Landtag sieht die Neugründung als den "Versuch, Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Problemen die Rückkehr in die Politik zu ermöglichen".Die Geburtsstunde des eingetragenen Vereins schlug vor anderthalb Jahren, als sich etwa SO Mitglleder des Bündnis 90 aus Frust über die bevorstehende Vereinigung mit den Grünen abspalteten. Motor dieser Trennung war der streitbare Querdenker Nooke, der mit grünem Gedankengut nicht viel am Hut hatte und sich eher "konservativ-liberalen" Ansichten verbunden fühlte.Inzwischen hat das Bürgerbündn.is jedoch eine gewisse Eigendynamik entwickelt, die über die Ambitionen des ums politische Überleben kämpfenden Günter Nooke hinausgehen. Der Verein zählt heute 230 Mitglieder, ist in zahlreichen Kommunalparlamenten vor allem in der Spree-Neiße-Region vertreten und hat sich zui Landtagswahl mit etlichen freien Wählergruppen verbündet.So kandidieren auf der "offenen, Bürgerbündnis-Liste Lokalpolitiker der unterschiedlichsten Gauleur: Ex-SED-Mitglieder wie der frühere Leiter des Brandenbuxger Waizwerkes Walter Paaschen, enttäuschte SPD-Genossen wie der heute fraktionslose Abgeordnete Stefan Körber, der seine Partei wegen einer privaten Fördermittel-Affäre verließ, daneben frühere Aktivisten des "Neuen Forum" und Vertreter regionaler Bürgervereine.Der wichtigste Wahlkampfschiager des Bürgerbündnisses ist die klare Ablehnung einer Fusion mit Berlin. "Wlr sagen Ja zu Brandenburg und Nein zu einem Anschluß an Berlin", appelliert Günter Nooke an das Heimatgefühl der Märker. Wenn Brandenburg erst "liquidiert" sei, hätten in einem gemeinsamen Länderparlament die Berliner das Sagen. Der zweite Wahikampf-Ciou steht unter dem Motto: "Eigentum für alle". Dahinter steckt die Absicht, landeseigenen Grund und Boden preisgünstig an möglichst viele Brandenburger zu vergeben: Landwirte, Häuslebauer, Kieingärtner und Gewerbetreibende. Eine Idee, die von der Bündnis-Fraktion unter Nooke bereits bei der Debatte um die militärischen Liegenschaften und das Preußenvermögen verfochten wurde.Beim Bürgerbündnis setzt man darauf, daß sich etliche Wähler nicht für eine der "ferngesteuerten Bonner Parteien" entscheiden, sondern für ein "Brandenburger Original".

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