Wiesbaden - Das Engagement von Bürgern kann ländliche Regionen lebenswerter machen und sollte daher besser unterstützt und gefördert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Autoren begleiteten das Programm „Land mit Zukunft”, das die Landesstiftung „Miteinander in Hessen” und die Herbert Quandt-Stiftung in sechs hessischen Gemeinden umgesetzt haben.

Ein Bürgerbus im nordhessischen Homberg (Efze) oder der Waldecker Kultursommer - das sind nur zwei von vielen Ergebnissen des Programms. Der Ansatz dabei: Nicht das Geld und die Investitionen standen im Vordergrund, sondern die Bürger und ihre Bedürfnisse. Sie durften bestimmen, wo die Fördermittel eingesetzt werden sollen, begleitet von den Profis der Stiftungen.

„Nicht alle Projektideen haben auf Anhieb funktioniert”, resümiert Manuel Slupina, einer der Autoren der Studie. „Aber der kombinierte Ansatz aus Mitbestimmung, professioneller Begleitung und Förderung hat sich als Wegweiser für die Unterstützung in ländlichen Räumen erwiesen.” (dpa/lhe)