Ein hocheffizientes Verfahren zur Abbildung des arbeitenden menschlichen Herzens haben Wissenschaftler der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entwickelt. Die dabei in einem der weltweit stärksten Kernspintomographen erzeugten Bilder, dessen Leistung dem 150000-fachen des Magnetfelds der Erde entspricht, weisen eine vielfach höhere Auflösung als herkömmliche Bilder auf, wie die Charité gestern mitteilte."Die Aufnahmen gestatten eine sehr präzise Abgrenzung zwischen Blut und Herzmuskel, da auch kleinste anatomische Strukturen gut sichtbar dargestellt werden können", berichtet das Team um Professor Thoralf Niendorf. Das neue Verfahren biete insbesondere für die medizinische Vorsorge Potenzial, da fehlerhafte Herzfunktionen schon zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt als bislang sichtbar gemacht und somit schneller und gezielter behandelt werden könnten.Von der Idee her lasse sich das neue Verfahren mit der Sportfotographie vergleichen. "Wir gleichen dabei die Zeitpunkte der Bilderzeugung mit dem Herzschlag ab", erläutert Niendorf. "So können wir die Bewegung des Herzens kompensieren, schalten Bildunschärfen aus und sind in diesem Verfahren auch immun gegenüber Wechselwirkungen mit starken Magnetfeldern."Die ersten klinischen Ergebnisse und Erfahrungen seien ermutigend, breiter angelegte klinische Studien sollen nun folgen. (lon.)------------------------------Foto: Selbst kleinste Strukturen sind jetzt am schlagenden Herzen zu sehen.