Wer Ostern keine Lust auf Eiersuche und Schokohasen verspürt, braucht sich jetzt um ein tanzbares Alternativprogramm keine Gedanken mehr zu machen. Vom Donnerstag, den 4. April bis zum 13. April wird Berlin zum Standort der größten Techno-Messe Deutschlands: "Chromapark '96".Ausgehend vom Klub E-Werk, wird zum dritten Mal eine Mischung aus Kunst, Musik, Philosophie und Mode die Stadt zur "Chromacity" machen. Unter dem Motto "Projektionen zur Natur der Zukunft" versprechen die Macher einen Querschnitt durch das Beste, was Techno derzeit zu bieten hat. 40 Designer, Schriftsteller, Fotografen und Filmemacher aus Europa, Skandinavien, Asien und Amerika präsentieren sich und ihre Werke auf der Messe. "Space-Painting" Videoinstallationen, Diaprojektionen, Computerprogramme, Plakate und großformatige Techno-Gemälde machen die 700 Quadratmeter große Evidence-Hall des E-Werks zum Ausstellungsraum. Von Donnerstag nacht an wird das E-Werk 96 Stunden durchgehend geöffnet sein. Begleitet von der Musik mehrerer DJs können sich die Besucher auf ihren Weg durch die Techno-Welt machen.Jede Nacht um 22 Uhr wird das lebendige Museum zur Kulisse für Partys. DJ-Legenden aus Berlin, London, Detroit und Südamerika liefern die Beats. "Wir bieten keine fertige Ausstellung, sondern machen Kunst, die aus der Nacht heraus wächst", beschreibt E-Werk-Chef und Chromapark-Macher Ralf Regitz das Konzept.Jeder Raum, jede Ecke des Klubs öffnet einen neuen Blick auf ein Stück Techno-Kunst. Zu sehen sind unter anderem das "Space-Painting" von Alex Xela Nier und ein fotorealistisches "Kraftwerk"-Tryptichon von C.Just. Die Gruppe E.D. 2 000 zaubert ein Labyrinth aus Projektionen. Zwischen archaischen Figuren und Ornamenten laden sie zu Kuchen und Energie-Drinks ein. Nebenan setzten sich Wagemutige in einer schalldichten "Disco-Zelle" für eine Minute einem Gewitter aus Wummer-Musik, Nebel und Farbblitzen aus. Via Internet Wer danach noch aufnahmefähig ist, kann sich an Monitoren, die rund um die Tanzfläche aufgestellt sind, die neuesten Geisteblitze der Techno-Philosoph Villem Flusser, Jean Baudrillard und Paul Virilio aufrufen.Am 8. April schließt die Ausstellung ihre Pforten und "Chromapark" breitet sich in der Stadt aus. In den Klubs WMF, Tresor und Silberstein werden die Techno-Partys fortgesetzt. Im Cafe Aurora des Tresors präsentiert Danielle de Picciotto Fotografien eines Geisterwaldes im Morgenlicht. Die Boutiquen Wicked Garden und Groopie de Luxe zeigen Installationen von Eisenherz und Kollektionen des Berliner Modemacher-Duos Next G.U+R.U Now.Auch die Infobox am Potsdamer Platz wird zum Teil von "Chromapark". Via Internet und Videoschaltungen werden die Box und das E-Werk miteinander vernetzt.Wer "Chromapark" nur als Konsument betrachtet, wird nur den halben Spaß haben. Die Messe lebt von den Aktionen der Besucher. Also: Move.Tanja Stidinger Am 4. April Chroma Opening Party mit Carl Cox und Craig Walsh; 5. April Camel Club Move mit Afrika Islam und Steve Mason; 6. April Strictly Rhythm Launch mit Pheerce, alle Partys im E-Werk, Start 22 Uhr. Vernissage im Cafe Aurora/Tresor am 8. April, im Groopie de Luxe am 9. April; Modenschau im Wicked Garden am 10. April, alles ab 20 Uhr. +++