„Nie wieder Deutschland“: Mitglieder des Kollektivs und der Crew des linken Techno-Clubs About Blank.
Foto: Benjamin Pritzkuleit

BerlinDer Garten des About Blank liegt verlassen da. Möbel aus Paletten, Tische und Bänke hat das Club-Kollektiv in den vergangenen Monaten aufgebaut. 200 Sitzplätze insgesamt. Ein Techniker prüft den Ton, gleich soll ein Kinoabend starten. „Keep a safe distance“, fordert ein Schild neben der Leinwand, auf den Möbeln kleben andere Parolen: „Refugees welcome“, „Nazis raus“ oder „Klassismus ist keine Kunstepoche“. Eine große Steinskulptur fordert in mehreren Metern Breite: „Nie wieder Deutschland“.

Der Techno-Club am Ostkreuz wird seit 2010 von einem linken Kollektiv betrieben und ist ein zentraler Treffpunkt für die linke Szene. Berliner Antifaschisten, Marxisten und Antideutsche mischen sich am Wochenende eigentlich mit Partytouristen und unpolitischen Technofans. Doch seit Beginn der Pandemie ist Party und Exzess hier streng verboten. Nicht nur, weil es die Corona-Verordnung des Senats so fordert. Sondern auch, weil das Betreiber-Kollektiv es so will. Hier zweifelt niemand an der Existenz des Virus und seiner Gefährlichkeit für die Gäste.

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