Szene auf einem Markt im chinesischen Wuhan. In dieser Stadt waren einst offiziell die ersten Fälle von Covid-19 aufgetreten.
Foto: imago images/Kyodo News

Berlin - In sozialen Netzwerken kursiert derzeit die Behauptung einer chinesischen Virologin, das Coronavirus sei von China in einem Labor hergestellt und absichtlich freigesetzt worden. Wissenschaftler aus aller Welt widersprechen dem vehement. Einer von ihnen ist Friedemann Weber, Virologe an der Universität Gießen. Er sagt zu der Arbeit der chinesischen Virologin: „Es wurden Daten einseitig interpretiert. Alles, was gegen ihre Hypothese spricht, wurde einfach nicht berücksichtigt.“

Li-Meng Yan hatte ihre These Mitte September auf einen Server für sogenannte Preprints hochgeladen – für Arbeiten also, die noch nicht von anderen Forschern begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht sind. „Was da drin steht, hält einem wissenschaftlichen Gutachtertum nicht stand“, moniert Weber. Beim US-Sender Fox News erweiterte Yan ihre Behauptung noch: Sars-CoV-2 sei nicht nur künstlich hergestellt, sondern auch absichtlich freigelassen worden.

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