Auch die Staatsoper Unter den Linden ist wegen des Coronavirus dicht. Von hier will der RBB Aufführungen übertragen.
Foto: imago images / Joko

BerlinWährend der Schließung von Museen, Theatern und Opernhäusern zur Eindämmung des Coronavirus will der RBB möglichst viele Kulturangebote im Fernsehen zeigen und im Internet streamen. «Der RBB macht's» - unter diesem Motto sei zur Zeit die Übertragung von rund 15 Inszenierungen im Gespräch, teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Freitag mit.

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So laufe die «Carmen»-Inszenierung aus der Staatsoper Unter den Linden mit Daniel Barenboim am Pult am Samstag um 20.15 Uhr im RBB-Fernsehen. Am Sonntag folgen um 22.20 Uhr die Berliner Philharmoniker mit ihrem früheren Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Das Konzert war am Donnerstag vor leeren Rängen aufgezeichnet worden. Wenn möglich werde der RBB auch Live-Konzerte im Radio anbieten. Alle Aufführungen sollen im Live-Stream möglichst zu den ursprünglich geplanten Zeiten angeboten werden. Fast alle großen Berliner Bühnen und das Potsdamer Hans-Otto-Theater seien über weitere Termine im Gespräch.

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Am kommenden Freitag sollen Roland-Kaiser-Fans auf ihre Kosten kommen. Nach dem jetzt abgesagten Berlin-Konzert zeige der RBB den Auftritt des Schlagerstars von 2018 ab 20.15 Uhr. Für die Online-Angebote sind virtuelle Rundgänge durch einige der wichtigsten Museen und Ausstellungen der Region geplant.

Der RBB wolle damit einen Beitrag leisten, dass angesichts der Lage durch das Coronavirus das geistig-kulturelle Leben der Region nicht völlig zum Erliegen kommt. In Berlin sollen alle Theater und Opernhäuser bis mindestens den 19. April geschlossen bleiben.