Werbung ist überall: im Fernsehen, im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften. Auch die Städte sind voll davon - wer einmal in der Zweiten oder Dritten Welt im Urlaub war, weiß, wie schön werbefrei es sich lebt, wenn nicht jede freie Straßenecke mit Plakaten zugepflastert ist. In Berlin könnte glatt die Frage gestellt werden, ob so viele Häuser saniert werden, weil sie es nötig haben? Oder ob die Baugerüste nur davorgestellt werden, um riesige Werbeplakate anzubringen? Und dann gibt es da noch die zweitwichtigste Werbeplattform im öffentlichen Raum: das Automobil.An Privatautos manifestieren die Fahrer ihre Vorlieben: ein Che-Guevara-Kopf, den Umriss von Sylt - oder sie behelligen uns mit ihrer aktuellen Lebenssituation: Abi 2006, Opi 2007. Und jedes Firmenfahrzeug prahlt, was das Unternehmen alles Tolles bietet. Doch nur selten findet sich eine Botschaft, die Lösungen für die wahrhaft existenziellen Probleme anbietet. Aber neulich stand in Berlin-Mitte ein roter VW-Bus, an den Seiten leuchtend gelbe Buchstaben: "Probleme mit Ufos? 24 Stunden-Service-Sofort-Hilfe". Leider war keine Telefonnummer angegeben, sonst hätten wir uns nach dem Schicksal der tausenden Berliner erkundigt, die von Außerirdischen entführt wurden.