Wie plane ich mein Studium am besten? Jeder neue Student fragt sich, wie er sein Studium organisieren, worauf er alles achten soll. Zuerst muss klar sein, wie die Universität strukturiert ist: Wo befinden sich Institute, Bibliotheken, Computerkabinette, Sprachenzentrum, schwarzes Brett & Co.? Vieles erfährt man in der zentralen Studienberatung oder den Orientierungstutorien, die erfahrene Studierende durchführen. In der Studienordnung, dem Vorlesungsverzeichnis erfährt man vieles über den Aufbau des Studiums: wie viele Semester für die einzelnen Abschnitte geplant sind, ob ein Pflichtpraktikum dazugehört, wie lang die Regelstudienzeit ist, wie es nach dem Bachelor weitergeht. Zudem bekommt man Auskunft darüber, welche Zusatzkenntnisse für den Berufseinstieg günstig oder sogar notwendig sind. Möglicherweise sollte man PC-, Sprach- oder Rhetorikkurse belegen. Studierende erhalten auch Einführungsveranstaltungen, die darüber informieren, wie man die ausgewählten Lehrveranstaltungen belegt - per Eintrag auf der Liste oder online auf dem jeweiligen Studienportal. Auf den Stundenplan sollte man besondere Sorgfalt verwenden. Fristen für An- und Abmeldungen bei Lehrveranstaltungen, Referate, Klausurtermine und die Abgabe von Hausarbeiten sind zu berücksichtigen. Klären muss man auch: Was sind verbindliche oder empfohlene Veranstaltungen? Erstere sollten immer den Vorrang haben! Auch sind Voraussetzungen für einzelne Module zu beachten: ob eine Veranstaltung nicht in jedem Semester angeboten wird und welche Vorlesungen, Seminare oder Übungen eine Einheit bilden. Der Stundenplan sollte so konzipiert sein, dass man sein Leistungspensum von 30 Leistungspunkten pro Semester problemlos bewältigen kann. Viele Erstsemester überschätzen sich leicht. Vor- und Nachbereitungen von Vorlesungen und Seminaren gehören ja dazu. Meist bietet die Universität Musterpläne als Orientierungshilfe. Diese sind gut strukturiert und erklären, wie viele Punkte in den jeweiligen Modulen pro Semester erlangt werden müssen. Wenn der Stundenplan steht, ist die erste Hürde geschafft, und der Studierende kann mit Systematik, Konzentration, einem gutem Zeitmanagement und bewährten Lernmethoden ans Werk gehen. Olga BobilevaWie finde ich eine gute Studentenbude? Wer in der Hauptstadt auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung ist, braucht klare Vorstellungen, starke Nerven und viel Durchhaltevermögen. Denn obwohl der Berliner Wohnungsmarkt ein breites Spektrum an Unterkünften bietet, so scheint es oft, dass alle Studenten in die gleiche Wohnung ziehen wollen. Damit man nicht gleich in den ersten Tagen verzweifelt, hier ein paar Tipps: Bevor man sich auf die Suche nach einer Unterkunft begibt, muss man sich über seine Ansprüche im Klaren sein: Will man lieber alleine wohnen oder in einer WG? Wie hoch ist das Budget, über das man verfügt? In welchen Stadtteil will man ziehen? Dabei sollten nie die Verkehrsanbindung, die Nähe zum Zentrum und zur Universität aus den Augen gelassen werden - im schlechtesten Fall kann es in Berlin schon mal vorkommen, dass man mehr als eine Stunde von A nach B unterwegs ist. Sobald die eigenen Bedürfnisse feststehen, kann die Suche beginnen. Am besten geeignet sind Internet-Wohnungsbörsen (immobilienscout24.de, immowelt.de, berlinonline.de oder wg-gesucht.de), Wohnungsanzeigen in der Zeitung sowie Wohnungsvermittlungen an der Hochschule. Berlin hat außerdem über 40 Studentenwohnheime (www.studentenwerk-berlin.de). Auch Agenturen vermitteln Wohnungen, Zimmer in WG oder zur Untermiete (freiraum-berlin.com). Es lohnt sich auch, Wohnungsbaugesellschaften zu fragen (Gelbe Seiten). Viele freie Wohnungen werden mittlerweile auch über den Freundes- und Bekanntenkreis vermittelt. Wenn der Besichtigungstermin ausgemacht ist, hängt vieles von einem selbst ab. Der erste Eindruck zählt! Das beinhaltet pünktliches Erscheinen, gute Laune und ein ordentliches Erscheinungsbild. Um sich von der Masse abzuheben, sollte man eine Bewerbungsmappe anfertigen: kurzes persönliches Anschreiben, nettes Foto, Lebenslauf. Dies ist in jedem Fall aussagekräftiger als die obligatorische Selbstauskunft. Außerdem signalisiert es dem Vermieter, dass man ein starkes Interesse am Objekt hat. Auch kleine Aufmerksamkeiten wie Blumen oder Sekt können hilfreich sein. Wer sich dazu entschließt, sollte allerdings nicht übertreiben. Rebecca Schindler ------------------------------ Foto: Da sitzt sie und fragt sich, wie sie das Semester bewältigen soll.