Ein außergewöhnlicher Fahrradunfall mit tödlicher Folge ereignete sich Mittwochabend um 21.55 Uhr im Pankower Stadtteil Buch: Wie die Polizei gestern mitteilte, stürzte der 73-jährige Rentner Arno H. in der Karower Straße Ecke Alt Buch von seinem Klapprad, nachdem sich das Scharnier des Fahrradrahmens gelöst hatte. Dabei fiel er so unglücklich auf den Gehweg, dass er sich schwer am Kopf verletzte. Zwei Ärzte in einem nahegelegenen italienischen Restaurant beobachteten den Unfall, versuchten dem Rentner Erste Hilfe zu leisten und alarmierten die Polizei und die Feuerwehr. Aber für Arno H. kam jede Hilfe zu spät: Seine Verletzungen waren so schwer, dass er noch am Unfallort starb. Wie sich das Verbindungsscharnier des Fahrrades so plötzlich lösen konnte, ist nach Angaben der Polizei bisher noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich handelte es sich um einen technischen Defekt: "Vielleicht war die Schließvorrichtung einfach völlig durchgerostet", sagte ein Polizeisprecher. "Eigentlich können sich die Scharniere von Klapp- und Falträdern nur durch Eigenverschulden lösen", meint dagegen Robert Brandl, Mitinhaber des "Fahrradhofes" in der Feuerbachstraße in Steglitz. "Wir verkaufen seit sieben Jahren solche Räder, aber von so etwas habe ich noch nie gehört."Auch für die Polizei ist der Fall offenbar ein Unikum: "Ein tödliches Klapprad ist bei uns soweit ich weiß noch nie vorgekommen", sagte ein Polizeisprecher. Arno H. hatte früher als Fahrlehrer gearbeitet und lebte allein in der Georg-Benjamin-Straße (Pankow).