Köln. AFP Der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maiziere, hat seine Unzufriedenheit mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit durch bundesdeutsche Gerichte zum Ausdruck gebracht. De Maiziere sagte gestern im Deutschlandfunk, er hätte es "vernünftiger und richtiger" gefunden, wenn für viele seinerzeit begangene Straftaten ein "amnestierender Schlußstrich" gezogen worden wäre. Dabei bedeute Amnestie nicht Vergessen, sondern heiße lediglich, daß der Staat auf seinen Strafanspruch verzichte. Als Beispiel nannte er das Verfahren gegen den ehemaligen DDR-Spionagechef Markus Wolf. +++