Mit seinem Kinderfilm „Das Pferdemädchen“ (1979) feierte Egon Schlegel wahre Triumphe. Auch andere seiner Defa-Filme gehörten zum Besten, was in den Babelsberger Studios für ein junges Publikum gedreht wurde: darunter die Märchengroteske „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ (1977) oder „Max und die siebeneinhalb Jungen“ (1980). Diese Erfolge hatte sich der 1938 in Zwickau geborene Regisseur mühsam erkämpft. Sein Debütfilm „Ritter des Regens“ (1966) über junge Arbeiter und ihre Konflikte war dem 11. Plenum der SED zum Opfer gefallen, danach folgten Jahre in Wartestellung. Nach dem Ende der Defa gelang es dem Regisseur nicht mehr, weitere anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Seine letzten Lebensjahre waren von schweren Krankheiten überschattet. Egon Schlegel starb, wie erst jetzt bekannt wurde, am vergangenen Freitag in Groß-Glienicke bei Potsdam. (ras.)