Am 8. Dezember 1948 wurde der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Rumpf, Intendant des Berliner Kriminal Theater und des Kabarett Kneifzange, geboren.Wolfgang Rumpf, Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", ist gebürtiger Anhaltiner aus Bernburg. Er stand dort von Kindesbeinen an auf der Bühne (als 13jähriger war seine erste Rolle die des Kammerdieners in der Operette "Die Tänzerin Fanny Elssler" von Johann Strauss). Theaterblut floss also bereits in seinen Adern, auch weil der Großvater Beleuchter im früheren Victoria-Theater in Bernburg war. Später war er als Schauspieler und Regieassistent in Annaberg, in Dresden-Radebeul - hier als Assistent des Schauspieldirektors - und in Halle unter Vertrag. Eine Regieaspirantur am Deutschen Theater bei Prof. Wolfgang Heinz lockte ihn schließlich nach Berlin. Nach seiner Regieausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" war er vorwiegend freischaffend als Regisseur tätig. Er inszenierte als Gast an verschiedenen deutschen Bühnen, unter anderem in Magdeburg, Neustrelitz, Halle sowie am Berliner Friedrichstadtpalast in der Kleinen Revue. 1990 übernahm er die Direktion des Berliner Satire-Theaters und Kabaretts "Die Kneifzange" und inszenierte seither mit großer Resonanz unzählige Kabarettprogramme.Im Sommer 1999 produzierte er gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Wolfgang Seppelt in Berlin-Treptow das Operettensingspiel "Im weißen Rössl" als Open-Air-Produktion, die ein großer Erfolg wurde und im darauffolgenden Jahr noch einmal wiederholt wurde.Im Februar 2000 übernahm er (ebenfalls mit Wolfgang Seppelt) die Direktion des neugegründeten Berliner Kriminal Theaters in Wilmersdorf (ehemals die Spielstätte der "Wühlmäuse"). Dort inszenierte er unter anderem die Kriminal-Komödie "Die acht Millonäre", den Agatha-Christie-Klassiker "Die Mausefalle" (am 8. Dezember wird die 800. Vorstellung auf dem Spielplan stehen), den Psycho-Thriller "Gefährliche Besessenheit", den Kult-Krimi von Edgar Wallace "Der Hexer", den Thriller "Zwei Fremde im Zug" nach Patricia Highsmith und die Musikrevue "Der Mörder ist immer der Gärtner". Das spannende Gerichtsdrama "Zeugin der Anklage" inszenierte er wegen der großen Nachfrage ein zweites Mal, dann schon in der neuen Spielstätte des Berliner Kriminal Theaters im Umspannwerk.Ost in Berlin-Friedrichshain. Seine jüngsten Regiearbeiten waren im Frühjahr 2006 "Die Beichte" von Felix Mitterer, der Klassiker "Die zwölf Geschworenen" von Reginald Rose, 2007 der Thriller von Henning Mankell "Vor dem Frost" sowie 2008 "Der Hund von Baskerville". Erst im Oktober hatte das Stück "Der Totmacher" nach der wahren Geschichte des Serienmörders Fritz Haarmann aus Hannover seine erfolgreiche Premiere. Zurzeit bereitet Wolfgang Rumpf die Kriminalkomödie "Arsen und Spitzenhäubchen" und die Bühnenadaption von Umberto Ecos "Der Name der Rose" vor.Wolfgang Rumpf ist Kunstpreisträger der Stadt Halle (Händelpreis). Seit 24 Jahren verheiratet, ist er Vater zweier erwachsener Töchter und lebt bei Oranienburg.------------------------------Vorstellungen von Montag bis Sonntag, jeweils um 20 Uhr.Die einzelnen Vorstellungen finden Sie im Kalendarium auf Seite 18.Karten von 33 bis 19 Euro.Berliner Kriminal Theater im Umspannwerk OstPalisadenstraße 48, 10243 Berlin-FriedrichshainU-Bahnhof Weberwiese (U5)Kartentelefon: (030) 47 99 74 88www.kriminaltheater.de------------------------------Foto: Regiearbeit: Wolfgang Rumpf (l.) und der Ausstattungsleiter Manfred Bitterlich.