Mit Besorgnis reagierten Bundes- und Landespolitiker auf gehäufte Meldungen über fremdenfeindliche Aktionen in Ostdeutschland, wie zuletzt am Wochenende im sächsischen Schneeberg. Dort finden seit Wochen Fackelmärsche gegen ein geplantes Asylbewerberheim statt. Tags zuvor hatten Unbekannte in Leipzig das Baugelände einer Moschee mit Schweineköpfen und -blut geschändet. Auch dort hatte es bereits Demonstrationen gegen den Moscheebau gegeben.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Grüne) lobte, dass sich in Schneeberg etwa 2000 Menschen zu einer Gegendemonstration zusammenfanden und gegen den dritten „Lichtellauf“ protestierten, mit dem der NPD-Kreisverband gegen das Asylbewerberheim mobilisiert. „Es ist ein starkes Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung, wenn sich in Schneeberg oder zuvor in Leipzig und Hellersdorf die Bürger den Neonazis entschlossen entgegenstellen“, sagte Roth der Berliner Zeitung. Dennoch beobachte sie die Zunahme der rassistischen Kundgebungen mit Sorge.

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