MITTEDas Haus Mauerstraße 15 soll noch In diesen Tagen von den Denkmalpflegern des Senats unter vorläufigen Schutz gestellt werden. Damit würde der Abriß des Gebäudes vorerst verhindert."Das Haus ist auf jeden Fall denkmaiwurdig", sagt Mittes Baustadträtin Dorothee Dubrau (Bündnis Mltte). Da es jedoch nicht auf der Denkmalliste stand, mußte ein Bauvorbescheld im August vergangenen Jahres erteilt werden, der den Abriß des Hauses einschließt. Geplant ist auf dem Areal Mauer-, Kronen-, Friedrich- und Leipziger Straße ein Dlplomaten-Center für mehr als 70 Mllllionen Mark. In diesen Neubau sollen sich mehrere Botschaften einmieten können.Fest steht. daß das Haus spätestens 1860 eriichtet wurde. "Wir" prüfen derzeit, ob das Haus möglicherweise noch älter ist", so Mechthlld Bülow, Pressesprecherin in der zuständigen Stadtentwlcklungsverwaltung. Indiz dafür: Das Haus hat noch den Parzellenzuschnitt von 1688, der Gründerzeit der Frledrichstadt. Besonderheiten des Funfgeschossers mit zwei Seltennügeln sind die Wendeltreppe für Dienstboten sowie die offenen Galerlen, die die Seitenflügel miteinander verbinden.In einem Gutachten, das vom Maglstrat 1990 in Auftrag gegeben wurde, heißt es deshalb, daß das Haus einzigartig und das letzte seiner Art In der Berliner Innenstadt sei. Es hätte auch schon längst unter Denkmalschutz stehen können. Es wurde jedoch zugunsten der Planungen für das Dlplomaten-Center kurzfristig von der Liste genommen. Senator Hassemer möchte nicht, daß das Haus abgerissen wird", sagte gestern Mechthild Bülow. "Wir bemühen -- uns um dl" vorläufige Unterschutzstellung."