London. Er gehört zum Londoner Straßenbild wie der rote Doppeldeckerbus oder das schwarze Taxi: der Bobby. So nennen die Briten ihre Polizisten mit dem schwarzen Hut und der schnieken Uniform oft liebevoll. Der Spitzname geht auf den Gründer der Londoner Polizei, Sir Robert Peel, zurück. Er gründete die sogenannte Metropolitan Police 1829. Bob ist die Abkürzung für Robert - deswegen Bobby.

Die Bobbies fallen vor allem durch zwei Dinge auf: den hohen schwarzen Helm und die fehlende Schusswaffe. Der nur mit einem Schlagstock bewaffnete Schutzmann mit dem markanten Hut, den Polizisten in Wales und England tragen, entspricht immer noch dem Idealbild des bürgernahen Polizisten - vor allem in der Vorstellung vieler Touristen. Doch die Polizei will dies auch durchaus vermitteln: Wer sich in London unsicher fühlt oder einfach nur nach dem Weg sucht, der kann einen Bobby fragen.

Immer wieder wird allerdings diskutiert, ob die Bobbies bewaffnet werden sollen, zum Beispiel nach den Krawallen in London und anderen englischen Städten im Sommer 2011. Eine Mehrheit der Briten und der Bobbies selbst lehnt dies jedoch ab. Oft wird argumentiert, das würde den Charakter der Polizei verändern. (dpa)