Kubas Rebellen machten ihn berühmt – und der Spanier verewigte im Gegenzug die „Barbudos“, die reitenden und zwischen den Schlachten Zigarre rauchenden bärtigen jungen Guerilleros zu Ikonen auf Fotopapier. So kühn, lässig, verführerisch zeigte er Kubas Revolution: Enrique Meneses Porträts von Che Guevara und Fidel Castro, die Szenen aus der Sierra Maestra zierten seit 1959 die Titelseiten europäischer Magazine, wurden zu Parabeln des Aufstands gegen Diktator Batista. Der ließ den Fotografen inhaftieren, Meneses aber schaffte es, die Negative nach Miami zu schmuggeln. Ein Mädchen transportierte sie in der Unterwäsche. Am Sonntag starb der Fotograf 83-jährig in Madrid. Sehr bekannt sind auch seine Bilder von der Suez-Krise und dem Bosnien-Krieg in den Neunziger Jahren. (BLZ)