Für das amerikanische Magazin ,Newsweck" ist er der ,wahrscheinlich beste Pianist Westeuropas". Alex Kozulin, der in den 80er Jahren als Inhaber und Zugnummer der Berliner Piano-Bar "Chez Alex" berühmt wurde, spielt jetzt wieder regelmäßig vor Berliner Publikum. Freitags ab 22 Uhr haut er in der Marlene-Bar des Hotels Inter-Continental in die lasten. Das legendäre "Chez Alex" hatte die Prominenten im Dutzend angezogen: Prinz Albert von Monaco, Joan Collins, Sylvester Stallone und Hilde Knef gingen dort ein und aus. Alex waren die täglichen stundenlangen Auftritte irgendwann zuviel geworden, 1987 schloß er das Etablissement. Jetzt juckt es ihn wieder in den Fingern, aber eins steht fest: "Nie wieder täglich!"Er will uns Männern das Selbstbewußtsein zurückgeben, daß Lucilectric uns mit ihrem Liedchen "Weil ich ein Mädchen bin" genommen hat: Der Berliner Bürger Lars Dietrich bezeichnet sich selbst gern als "Mädchenmillionär". Sein gleichnamiger Titel wird von den meisten Radiostationen in Berlin und Brandenburg boykottiert. Der 2ljährige singende Bürger ist von sovielplötzlicher Prüderie enttäuscht: "Dieselben Radios haben in den 70er Jahren Frank Zanders ,Oh Susi, rauf und runter gespielt, dabei ist dieser Song viel ferkeliger!"Wenn es heute abend regnen sollte, stellt sich ernsthaft die Frage: Gehe ich trotzdem in die Waldbühne und freue mich daruber, daß die Regen-Szene in der "Rocky Horror Picture Show" so wahnsinnig realistisch rüberkommt? Vielleicht sind Sie ja sowieso stark kurzsichtig, und Ihre Brille ist zu allem Unglück gerade bei der gro-Ben Durchsicht. Dann gilt es abzuwägen, ob nicht vielleicht auch der Sound reicht, den Radio "98.2 jfk" synchron überträgt. Auf diese verrückte Idee kamen Programmdirektor Thomas Dittrich (1.) und Musik-Chef Gregor Rottschalk (r.). Wann, fragt sich der erstaunte Radiohörer, überträgt jfk den Ton zum ORB-Aquarium?Hier noch ein Bericht aus der Abteilung "Der nackte Wahnsinn": Arno Müller (unten), Frühaufsteher und Programmdirektor von 104.6 RTL, hat sich nach Ju. gendsenator Thomas Krüger nun auch entblättert. Die Botschaft: "Ehrliche Häute finden wir gut" prangt ab sofort von 50 Plakatwänden in der Stadt. Den Sender kostet dieser Spaß übrigens 40 000 Mark. Müller will die Aktion bitteschön nicht parteipolitisch mißverstanden wissen: "Ich würde das gleiche Plakat mit Diepgen machen." Jetzt droht er aber.Der diesmal bekleidete Arno Müller mit Kleisterpinsel.