FRIBOURG - Inzwischen hängt ihm der Titel „Schutzengel der Flüchtlinge“ an. Gewiss, er weiß es. Er lächelt etwas verlegen. Mussie Zerai ist ein bescheidener Mensch. Aber den Titel hat der katholische Priester aus Eritrea verdient. Viele der Flüchtlinge, die an der libyschen Küste einen überfüllten Seelenverkäufer besteigen, haben seine Telefonnummer für den Notfall bei sich.

Schon oft hat Zerai einen Anruf von Schiffbrüchigen erhalten. Wenn ein Boot in Seenot gerät, reicht mancher Schlepper sein Satellitentelefon einem Flüchtling, der Tigrinisch spricht, die am weitesten verbreitete Sprache Eritreas. Zerai kennt die Telefonnummern der italienischen Küstenwache und der Rettungszentrale in Rom auswendig.

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