Die Bruchlandung eines Raumschiffs auf einem Wüstenplaneten eröffnet "Pitch Black", ein Science-Fiction-Film mit bescheidenen Ansprüchen und überraschenden Qualitäten. Die Gruppe, die sich in der unwirtlichen Landschaft unter einer kalten Sonne ausgesetzt sieht, ist denkbar wenig homogen: Fromme Wallfahrer neben einer pragmatischen Pilotin, ein charismatischer Schwerverbrecher neben einem Snob - mit einem Wort, die ganz gewöhnliche Menschenfracht ist plötzlich auf sich selbst angewiesen. Der Planet ist menschenleer, aber nicht ohne Gefahren. Nachts erwacht er zum Leben, und eine drohende Sonnenfinsternis schärft noch die Stimmung der Gefahr, die wie im klassischen Vorbild der "Alien"-Filme lange Zeit unsichtbar bleibt. Vogelwesen bilden die feindliche Spezies, aggressiver als bei Hitchcock, grauenhaft wie bei H. R. Giger, und beängstigend negativ, weil nur für Nachtsichtaugen ausnehmbar. Der Blick der Menschen durch die entsprechenden Geräte gehört zu den effektvollsten Szenen von "Pitch Black", der mit Schocks nicht spart, sie aber wie alle B-Filme einer Ökonomie unterwirft, die ihre Triebkräfte anderswo hat: In einer Logik des Unbewussten. Daraus resultieren die Spannungen der Gruppe, die darauf verwiesen ist, auf Qualitäten zurückzugreifen, die unter anderen Umständen tabuisiert sind.In der Figur des zwielichtigen Riddick (Vin Diesel) konzentrieren sich die zivilisatorischen Fragen, für die angesichts der Gefahr keine Zeit, die trotzdem zu stellen aber das Plus dieser rar gewordenen Art von Film ist: "Pitch Black" ist ein von David Twohy (in einschlägigen Kreisen durch sein Low-Budget-Science-Fiction-Debüt "The Arrival" bekannt) kompetent inszenierter Schocker, in kranken Farben gehalten und mit einem guten Gespür für Angstlust erzählt, mit interessanten Figuren, Landschaften, Monstren .Pitch Black USA 2000, 100 Minuten, Regie: David Twohy, Drehbuch: Jim & Ken Wheat, David Twohy, Darsteller: Vin Diesel, Radha Mitcheli, Cole Hauser, Keith David, Lewis Fitz-Gerald