MITTE. Für den Fesselballon am Potsdamer Platz könnte diese Saison die letzte sein. Der Startplatz des so genannten Hi Flyers, mit dem jährlich fast 100 000 Berliner und Touristen in eine Höhe von 150 Metern über der Berliner City aufsteigen, ist jetzt von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verkauft worden. Das etwa tausend Quadratmeter große Areal an der Voß-/Ecke Ebertstraße wurde von der Viterra Development GmbH, einer Tochter der Viterra AG, erworben. Zum Kaufpreis machen beide keine Angaben. Die Viterra will auf dem Grundstück in direkter Nachbarschaft der kanadischen Botschaft und verschiedener Landesvertretungen bis Anfang 2007 ein "villenartiges Büro- und Geschäftshaus" errichten. Die Planung des sechsgeschossigen Gebäudes haben Gerkan Marg und Partner übernommen. Von dem Architekturbüro stammen unter anderem die Pläne zum Umbau des Olympiastadions.Bis zum Baubeginn könne der Hi Flyer auf jeden Fall noch von der Voßstraße aus starten, sagt Barbara Massing von Viterra Development. Wann das genau sein wird, kann sie nicht sagen: "Wir sind noch ganz am Anfang." Zunächst müsse das Baugenehmigungsverfahren durchlaufen werden. Frank Hellberg, Chef des Fesselballonbetreibers Air Service Berlin, sagt, dass die diesjährige Saison auf jeden Fall am Potsdamer Platz beendet wird. Die Winterpause beginnt für den Hi Flyer im Dezember mit den alljährlichen Wartungsarbeiten.Was danach passiere, wisse er noch nicht, sagt Hellberg, für den der Verkauf des Geländes nicht überraschend kam. Seine Firma sei schon seit längerem mit der Viterra im Gespräch. "Wir sind dabei, mehrere Varianten für die Zukunft zu entwickeln." Anfragen habe es schon aus München, Leipzig und sogar Istanbul gegeben, sagt er. Doch bisher seien diese immer abschlägig beantwortet worden. Denn Hellberg sieht den Ballon als Berliner Attraktion, geeignet für Zwischennutzungen auf zentralen Flächen. "Da wird sich vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 bestimmt etwas Passendes finden."