Nach vielen Querelen im Hintergrund hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Ihren echten Eklat Stefan Effenberg muß vorzeitig die Heimreise antreten.Zum zweiten Male nach UlI Stein 1986 in Mexiko hat der Deutsche Fußball-Bund mit Stefan Effenberg ein Nationalspieler bei einer Weltmeisterschaft vorzeitig die Koffer packen. Einen Tag nach seinem skandalösen Auftritt in Dallas hat die DFB-Spitze die härteste Konsequenz gegen den 25 Jahre alte Mittelfeldspieler vom AG Florenz gezogen: Sofortiger Ausschluß aus dem Z2köpfigen Kader des Weltmeisters. Effenberg wollte noch am gleichen Abend mit seiner Frau Maitina und seinen beiden Kindern Chicago verlassen.Es könnte ein Abschied für immer von der Nationalmannschaft gewesen sein. "Eine obszöne Geste gegen das Publikum kann und will ich nicht gut heißen. Ich habe ihm mitgeteilt, daß er bei dieser WM und solange ich verantwortlich bin für das Team, nicht mehr in der Nationalmannschaft spielen wird", erklärte Bundestrainer Berti Vogts. "Er hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge erlaubt", dies sei ein Tropfen zuviel gewesen.DFB-Präsident Egidlus Braun sagte, Effenbergs Verhalten "war entsetzlich". "Wenn ein Mensch eine solche obszöne Geste macht, hat so ein Mensch in der Nationalmannschaft nichts mehr zu suchen. Ich hätte ihn auch nach Hause geschickt, wenn Berti Vogts nicht dieser Meinung gewesen wäre."Die Entscheidung war aber bereits in der Nacht in einem Telefongespräch zwischen Braun und Vogts gefallen. Braun war im Gegensatz zur Mannschaft in einem Hotel in Dallas geblieben und hatte sich dort von deutschen Fans schildern lassen, in welcher Form Effenberg das Publikum beleidigt harte.Gleich am Morgen hatte Vogts seinem Spieler die Konsequenz mitgeteilt und danach die Mannschaft unterrichtet. Braun hatte eine nath Mexiko geplante Stippvisite abgesagt und war wegen der Eskalation innerhalb des deutschen Teams nach Chicago zurückgeeilt. "Ich schäme mich in tiefster Seele, daß ein herausragender Vertreter des DFB in übelster Weise das verletzt hat, was wir aufgebaut haben", so Braun.Effenberg hatte in Dallas den "Stinkefinger" In Richtung deutscher Fans gezeigt und war damit nicht nur bei den Schlachtenbummiern in Ungnade gefallen. "Effenberg raus, Effenberg raus", hatten die" gerufen.Die Rote Karte hat eine Parallele. 1986 harte die deutsche Mannschaftsführung den damaligen Hamburger Torhüter UlI Stein in Mexiko vorzeitig nach Hause geschickt, nachdem er unter anderem Team-Chef Franz Beckenbauer einen "Suppenkasper" genannt hatte. Der "Kaiser" verglich: "Die Sache war damals nicht unähnlich. Man könnte von einer Parallele sprechen."Trainer Berti Vogts setzte noch einen drauf: " 1982 in Spanien waren einige Spieler vormittags noch so besoffen, daß sie nicht trainieren konnten. Mit solchen Affären wird jetzt ein für allemal aufgeräumt."Während die deutschen Spieler zunächst jeden Kommentar verweigerten, begrüßte Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Rummenigge die konsequente Reaktion der DFB-Führung. Für ein solches Verhalten gäbe es "keine anderen KonsequenzenDer Hinauswurf ist auch eine Kon-Sequenz aus der Ankündigung von Braun, der noch vor dem WM-Turnier als Maßstab ausgegeben harte: "Wichtlger als ein neuer Titelgewinn ist ein absolut einwandfreies Verhalten der Spieler,"Bauchlandung. Nach miserablen Auftritten auf dem Fußballplatz erhielt Stefan Effenberg nun sogar vorzeitig das Heimflug-Ticket.Stefan Effenberg wurde vom Deutschen Fußball-Bund aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen