Das Bezirksamt Mitte will nun doch Geld für neue Lampen im Weinbergspark geben. Wie Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) gestern bestätigte, habe das Bezirksamt geprüft, ob für die Lampen außerplanmäßig 100 000 Euro zur Verfügung gestellt werden können. Die neue Beleuchtung soll den Park sicherer machen. Seit Jahren wird in der bislang dicht bewachsenen Grünanlage zwischen Weinbergsweg und Veteranenstraße mit Rauschgift gehandelt. Allein 2006 gab es im Park mehr als 200 Festnahmen und 900 Platzverweise. Nach Protesten von Anwohnern ließ der Bezirk in den vergangenen Monaten bereits das dichte Gehölz im Park entfernen. Bei der Empfehlung der Polizei, den Park nachts zu beleuchten, hatte er jedoch mit dem Argument an den Senat verwiesen, der Kampf gegen Drogenhandel sei keine Aufgabe des Bezirks. Da der Senat jedoch die Forderung abgelehnt habe, wird Mitte nun doch selbst einspringen - vorbehaltlich eines Beschlusses des Bezirksparlaments. Laut Hanke sollen die Lampen noch dieses Jahr aufgestellt werden. (cls.)