Zu ",Man redet nicht gerne über die eigenen Defizite'" - das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde Kenan Kolat führte Martin Klesmann (13. Oktober):Nun haben wir es also "offiziell": Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde spricht lieber von Partizipation als von Integration. Ich kann daraus nur schließen, dass er von einer Integration seiner türkischen Landsleute in die deutsche Gesellschaft nichts hält und dass die Mehrheit seiner Landsleute seine Meinung teilt. Eine Integration aber wird ja wohl von der Politik parteiübergreifend angestrebt. Diese Zielstellung erscheint mir nachweisbar unrealistisch zu sein. Allerdings wird diese Tatsache verbissen verdrängt, denn eine Beschäftigung mit der Realität führt zwangsläufig zu der Frage: Tolerieren wir die Parallelgesellschaft, oder nicht? Beides ist hochproblematisch. Dietrich Hellmuth, per E-Mail