Denkt man wie Inge Lohmark, ist das sogar eine richtig optimistiche Zukunftsvision: Unsere Häuser wie alle Zeichen der Zivilisation verfallen, weil es keine Menschen mehr gibt, die sie pflegen. Dafür überwuchern Pflanzen die Erde: der robuste Wurmfarn, die genügsame Brennnessel und die lianenhafte Waldrebe, Flechten, Moose, Pilze.

Die Zukunft der Erde ist grün und menschenlos. Wobei man sagen muss, dass die Biologielehrerin Inge, die so hellsieht und die Judith Schalansky 2011 als Protagonistin ihres Anti-Bildungsromans „Der Hals der Giraffe“ erfand, sich faktisch noch auf einem eher vorbewussten Niveau bewegt − was die Klimaentwicklung betrifft. Heute würde eine misanthropische Biologin wie Inge die Zukunft eher staubtrocken und wüstengelb ausmalen.

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