Noch ist das Gebiet Arkenberge für den Bezirk eine Problemregion: Tausende Badelustige versammeln sich an den Sommerwochenenden rund um den Kiessee und hinterlassen tonnenweise Müll. In den umliegenden Wäldern werden illegal Kühlschränke, Autoreifen und Sperrmüll entsorgt, Lkw transportieren Bauschutt auf die nahe gelegene Deponie. Das soll sich ändern. "Wir wollen Arkenberge mittelfristig zu einem Naherholungsgebiet entwickeln", sagt Umweltstadtrat Matthias Köhne (SPD).Das Bezirksamt hatte bereits 1999 eine Studie in Auftrag gegeben. Mehrere Varianten wurden von einem Berliner Planungsbüro erarbeitet, den Zuschlag bekam der Entwurf, der ein anspruchsvolles Erholungsgebiet vorsieht. Danach soll der 3 000 Quadratmeter große Kiessee offiziell zum Baden freigegeben werden und die nötige Infrastruktur - Toiletten, Verkaufsstände, Ballspielplatz, Wasserrutsche und Badeinsel - erhalten. Einbezogen in die Planungen ist auch die benachbarte Bauschuttdeponie. Auf ihr soll ein Aussichtsturm stehen, an einer Schrägseite eine Sommerrodelbahn entstehen. "Die Sicht von dem über 90 Meter hohen Berg ist einfach fantastisch", sagt Köhne. Die bereits stillgelegte zweite Deponie für Hausmüll ist für Mountainbiker vorgesehen. Denkbar wäre dort auch ein Autokino.Zwei Kilometer RadwegUmgesetzt werden könnten die Pläne, wenn die Betriebsgenehmigung für die Bauschuttdeponie nicht über den 31. Dezember 2003 verlängert wird. Köhne ist optimistisch. "Der Senat plant, das Gebiet zwischen dem Botanischen Volkspark in Blankenfelde bis nach Arkenberge unter Landschaftsschutz zu stellen." Nötig ist ein Investor, der die Kosten übernimmt und sich mit den Eigentümern des Kiessees - eine Erbengemeinschaft - einigt. Der Stadtrat glaubt, dass sich das Vorhaben in den nächsten fünf bis zehn Jahren realisieren lässt. Schon jetzt gebe es erste Erfolge, Arkenberge zu einem Erholungsgebiet zu machen. So wurde der Biotop-See - er entstand ebenfalls in den 70erJahren durch Kiesabbau - vergangenes Jahr unter Naturschutz gestellt. Seit Oktober ist Arkenberge von der Schönerlinder Straße aus auch über einen zwei Kilometer langen Radweg zu erreichen. "Warum sollen die Pankower zum Müggelsee fahren, wenn sie ein potenzielles Erholungsgebiet direkt vor ihrer Haustür haben?", sagt Köhne.