Lange haben es die vier Männer vom Kachelklub im Prenzlauer Berg nicht in ihrem Steglitzer Exil ausgehalten. Nach drei Jahren Abstinenz laden sie am 8. September ab 23 Uhr wieder zur Kachelklub-Party ins leer stehende Stadtbad Oderberger Straße in Prenzlauer Berg ein. Es ist der Ort ihres Ursprungs. Dort waren sie erfolgreich. Bis zu 1 000 Gäste tanzten nächtelang in den früheren Umkleidekabinen des Stadtbades, von den Wänden floss Kondenswasser. Der Charme des maroden Bades zog sie an. Das leere Schwimmbecken war beleuchtet, Videos flimmerten. 2004 zogen die vier Männer ins Exil, das Stadtbad sollte saniert werden.Doch in Steglitz war alles anders. "Alles viel versteckter, kaum Studenten, die meisten Gäste Vollzahler beim Eintritt", sagt Stephan Müller vom Kachelklub. Mit Liederabenden und Kaffeehausmusik wollten die Organisatoren ihr Konzept fortsetzen. Doch mit der Besitzerin gab es Zoff. Sie gaben auf.Im Stadtbad Oderberger Straße wird vorerst nur am 8. September und am 7. Oktober zwischen Kacheln getanzt. Das Stadtbad hat keine Heizung mehr und irgendwann soll es ja nun auch mal saniert werden. (str.)