Temperaturen bis zu 37 Grad Celsius sind seit Tagen fast schon Normalität in der Hauptstadt. Fast jeder schwitzt und lechzt nach Abkühlung. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: baden gehen, im Schatten ein Eis essen - oder sich einfach gar nicht bewegen. Doch auch in der aufgeheizten Metropole gibt es Orte, an denen man cool bleiben kann. Einige Beispiele:Unterwelten. Wer es oben nicht aushält, taucht einfach ab in den Untergrund. Der Verein Berliner Unterwelten führt regelmäßig durch Bunkeranlagen, wo man bei Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius schon wieder eine Jacke braucht. Am Wochenende geht es zum Beispiel in den ehemaligen Flakbunker im Humboldthain (Wedding) und zum alten Gasometer an der Fichtestraße (Kreuzberg). Im Fichtebunker ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, gestaltet von Studenten des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität. Wichtig bei den Unterwelten-Führungen: Mitgenommen wird nur, wer festes Schuhwerk trägt. Sa/So jeweils 11, 13 und 15 Uhr, Eintritt 9 Euro, erm. 7 Euro, Treffpunkt Humboldthain, gegenüber U-Bahnhof Gesundbrunnen bzw. Fichtestraße 6, Kreuzberg. Die Ausstellung im Fichtebunker läuft bis zum 22. August, Do-So 15-21 Uhr, Eintritt frei.Aufs Wasser. Berlins Reedereien bieten auch klimatisierte Schiffe an. Bei der Stern- und Kreisschifffahrt sind 13 von 31 Fahrgastschiffen gekühlt. So startet die MS Milan täglich ab 10.45 Uhr alle 90 Minuten von der Greenwichpromenade in Tegel zur historischen Stadtrundfahrt. Gut gekühlt kann man sich auch über die Havel, von Tegel in die City oder an den Leh- nitzsee in Brandenburg schippern lassen. Die Reederei Riedel, hat zwei ihrer 14 Schiffe mit Klimaanlage ausgestattet - Spree-Comtess und Spree-Prinzessin starten täglich auf unterschiedlichen Routen.www.sternundkreis.dewww.reederei-riedel.deZoo. Schön kühl ist es im Pinguin-Haus neben der Robbenanlage. Wo sich die Felsen- und Königspinguine bei zehn Grad Celsius wohlfühlen, können sich die Besucher bei 17 bis 18 Grad Celsius erfrischen. Täglich 9-19 Uhr, Eintritt (ohne Aquarium) 12, erm. 9 Euro, Kinder 6 Euro.Fernsehturm. Berlin ganz von oben sehen kann man auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Das Restaurant in 207 Metern Höhe, das sich einmal pro Stunde um die eigene Achse dreht, ist bei 23 Grad Celsius gut klimatisiert. Panoramastraße 1, täglich 9-24 Uhr, Eintritt 10,50 Euro, Kinder 3 bis 16 Jahre 6,50 Euro.Galerien. Moderne Kunst braucht moderate Temperaturen. Im Galeriehaus am Kupfergraben sind auf mehreren Etagen bei maximal 20 Grad Celsius Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen. Auch in den Schuckert Höfen in Treptow, stellen Künstler in klimatisierten Räumen aus unter dem Motto "Ganze Teile". Galeriehaus am Kupfergraben 10, Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, Tel. 288 78 70.Schuckert Höfe, Am Treptower Park 28, Mi-Fr 16-22 Uhr, Sa 12-22 Uhr, So 12-18 Uhr. www.ganze-teile.deKaufhäuser. Wer unterwegs kurz Abkühlung sucht, kann das faktisch im Vorbeigehen tun - die meisten Supermärkte, Einkaufscenter und Kaufhäuser sind klimatisiert. Die Kunden empfinden die Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius als Erfrischung. In den Lebensmittelbereichen vor den Kühltruhen ist es noch kühler.Museen. Kühlen Kopf bewahren und dabei noch etwas lernen kann man in Berlins Museen. Ob Neues Museum mit Königin Nofretete oder Bodemuseum mit seiner Skulpturensammlung und der wertvollen byzantinischen Kunst - in allen Häusern herrschen Temperaturen von etwa 24 Grad Celsius. www.smb.spk-berlin.deMadame Tussauds. Ganz ohne zu schwitzen kann man mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ans Rednerpult treten, neben George Clooney oder Brad Pitt Platz nehmen oder Dirk Nowitzki am Basketballkorb blocken. Im Berliner Wachsfigurenkabinett herrschen Temperaturen von gut 20 Grad Celsius. Unter den Linden 74, täglich ab 10 Uhr, Eintritt 19, erm. 18 Euro, Kinder 3 bis 14 Jahre 14 Euro (an Wochenenden plus 90 Cent).wwwmadametussauds.comKinos. Trotz der Freiluftkino-Saison sind die Lichtspielhäuser der Stadt gut besucht. Was vor allem daran liegen dürfte, dass es drinnen mindestens zehn Grad kälter ist als draußen. "Egal welcher Film gespielt wird, die Besucher strömen nur so", heißt es beispielsweise im Cinestar Sony-Center am Potsdamer Platz. Auch das UCI-Kino an der Landsberger Allee (Friedrichshain) meldet hohen Besucherzustrom. Und wenn ein Kino den Namen Eiszeit trägt, wie das Haus an der Kreuzberger Zeughofstraße 20, dann sollte man davon ausgehen, dass dort erträgliche Temperaturen herrschen.www.berlin.de/kinos------------------------------Foto: Zum Fototermin mit Dirk Nowitzki kam auch der echte Basketballstar - zu Madame Tussauds, wo man vielen wächsernen Stars begegnen kann.