BUCKOW. Die Buckower Kleinbahn östlich von Berlin ist schon wieder von Metalldieben heimgesucht worden - diesmal ist der Schaden, den sie hinterließen, noch größer als zuvor. In der Nacht zu gestern haben Unbekannte zwischen Müncheberg und Waldsieversdorf nicht weniger als zwei Kilometer Fahrleitung entwendet. Das sagte Uwe Klötzer, der Vorsitzende des Eisenbahnvereins Märkische Schweiz, der Berliner Zeitung. Erst eine Woche zuvor waren auf diesem Abschnitt 200 Meter Fahrleitung gestohlen worden. "Das ist ein schwerer Schlag für uns", so Klötzer."Wir wissen nicht mehr weiter", sagte der Eisenbahner, der gemeinsam mit seinen Vereinskollegen die 4,9 Kilometer lange Strecke zwischen Müncheberg und Buckow ehrenamtlich betreibt. "Denn diesmal hat der Schaden eine Dimension, die wir nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen können." Ersten Schätzungen zufolge waren die Leitungen, deren Diebstahl gestern Morgen entdeckt wurde, rund 100 000 Euro wert. "Wir bitten alle Freunde der Buckower Kleinbahn, uns zu unterstützen", sagte Klötzer.Ursprünglich sollte der Schaden, den der erste Kabeldiebstahl in der Nacht zum 17. Juni verursacht hatte, in dieser Woche behoben werden. Doch nun sei auf der Trasse, die im Landkreis Märkisch-Oderland durch ein reizvolles Wald- und Seengebiet führt, bis auf Weiteres kein Zugbetrieb mehr möglich. "Leider", wie Klötzer bedauerte. "Das ist nicht nur für unseren Verein schlimm" - sondern auch für zahlreichen Ausflügler und Bahn-Fans, die diese Kleinbahn sehr schätzen.Die Strecke ist eine der wenigen elektrifizierten Museumsbahnen in Europa und gilt damit als Rarität. Nachdem das Land Brandenburg dort den Zugverkehr abbestellt hatte, der bis 1998 von der Deutschen Bahn (DB) abgewickelt worden war, übernahm der Eisenbahnverein Märkische Schweiz 2002 den Betrieb. Dafür besitzt er mehrere Elektrotriebwagen, die 1980 im damaligen Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide gebaut worden sind. Sie können auf absehbare Zeit nicht mehr fahren - wie auch die Elektroloks, die ebenfalls in Buckow stehen. Bislang hatten Metalldiebe vor allem die DB geschädigt. Jetzt hat es erstmals auch einen Eisenbahnverein in dieser Region getroffen.------------------------------"Wir bitten alle Freunde, uns zu unter- stützen." Uwe Klötzer, Vereins-Chef