Man hat geforscht, um eben Doping zu erkennen“, echauffierte sich Walther Tröger über die sportpolitische Debatte dieses Wochenendes. „Auf jeden Fall nicht, um zu dopen!“ Die westdeutsche Sportmedizin, steuerte Manfred von Richthofen kaum einsichtiger bei, sei bloß dem Verdacht nachgegangen, „dass es Mediziner gibt, die nicht korrekt nach dem internationalen Reglement ihre Patienten behandelt haben“.

Es war ein launiges Gespräch, das der Deutschlandfunk mit den Altfunktionären führte. Vor 2006, als der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees und der Chef des Deutschen Sportbundes noch im Amt waren, konnten sich die beiden nur selten einigen. Diesmal entzweite sie eine andere Frage: Hat Sportführer Willi Daume nach 1990 den Doyen der westdeutschen Sportmedizin, den Freiburger Olympiaarzt Joseph Keul, vor Aufklärung unangenehmer Dopingwahrheiten bewahrt? Richthofen sieht das so, Tröger grummelte Ablehnendes ins Mikrofon.

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