Politik ist selten wirklich innovativ, auch wenn die Verantwortlichen das Gegenteil behaupten. In der Regel hinkt sie meilenweit dem hinter her, was in der Gesellschaft längst Konsens ist. Die Diskussion über den künftigen Umgang mit Cannabis ist solch ein Beispiel. Dass Aufwand und Nutzen der gegenwärtig praktizierten Kriminalisierung von Haschisch in einem krassen Missverhältnis stehen, ist inzwischen Allgemeingut. Erst langsam wächst diese Erkenntnis auch in der Politik. Immer mehr Parteien setzen sich kritisch mit der bisherigen Drogenpolitik auseinander. Die Grünen hatten bereits vor einigen Monaten einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis vorgelegt, der auf Kontrolle statt auf Kriminalisierung setzt. Linkspartei, FDP und Piraten sprechen sich ebenfalls für eine Freigabe aus. Nun gibt es einen entsprechende Vorstoß auch von Fachpolitikern der SPD.

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