Haben Sie Bekannte in den USA? In England oder in Frankreich? Schreiben Sie Ihnen hin und wieder eine E-Mail? Falls das so ist, könnte es sein, dass nicht nur Sie und der Empfänger den Inhalt der Mail kennen, sondern noch jemand – und gemeint ist jetzt nicht die NSA. Es gibt noch weitere Mitleser: Einem Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums zufolge, hat der Bundesnachrichtendienst (BND) im Jahr 2010 ganze 37 Millionen E-Mail-Wechsel mit 196 Ländern überprüft. Als „nachrichtendienstlich relevant“ entpuppten sich – zwölf. Der Berliner Anwalt Niko Härting wehrt sich gegen diese „unverhältnismäßige“ Überwachung. Am vergangenen Mittwoch wurde seine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abgewiesen.

Härtings Kanzlei arbeitet international, der Anwalt selbst ist Mitglied in mehreren internationalen Fachverbänden. „Ich kommuniziere oft per E-Mail mit Kollegen und Mandanten im Ausland, zum Beispiel im arabischen Raum und in Russland“, sagt Härting. Er sieht den Schutz der Anwaltskorrespondenz gefährdet.

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