Am 11. August beginnt um 14 Uhr vor dem S-Bahnhof Hermsdorf die siebte und letzte Etappe der "Mauerstreifzüge". Mit dieser Radtour rund um West-Berlin wollen die Grünen dafür werben, den Weg entlang des früheren DDR-Grenzstreifens zu erhalten. Der "Kolonnenweg" sei nicht nur für erholungsuchende Berliner, sondern auch für Touristen interessant, sagte Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen. Der Abgeordnete hat das Buch zur Tour geschrieben. Es ist unter dem Titel "Berliner Mauer-Radweg" im Verlag Esterbauer erschienen (ISBN-Bestellnummer 3-85000-074-5). Preis: 19,80 Mark. Anhand von Anekdoten aus der Geschichte beschreibt Diplom-Sportlehrer Cramer die rund 160 Kilometer lange Route. In dem 80-seitigen Buch informieren Karten über den Verlauf, die Beschaffenheit und das Verkehrsaufkommen. Die meisten Abschnitte sind autofrei. Die Strecke erschließt nicht nur Mahnmale, frühere Kontrollpunkte und andere geschichtsträchtige Orte, sondern auch Erholungsgebiete."Allerdings wurde der Mauerweg in den letzten Jahren immer mehr zerstückelt", sagte Axel von Blomberg vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. "Aktuell ist er an seiner schönsten Stelle bedroht, an einem mit Zierkirschen bepflanzten Abschnitt zwischen Teltow und Lichterfelde. Dort hat die Bahn einen Damm aufgeschüttet." (pn.)