Dutzende Einwohner von Petershagen-Eggersdorf (Märkisch-Oderland) verfolgten am Mittwochabend die ersten Proben für eine künftige Beleuchtung der evangelische Kirche im Ortsteil Eggersdorf. In einer von der ortsansässigen Firma Henschel & Pangert gesponserten Aktion wurden drei Varianten mit drei insgesamt 400 Watt starken Scheinwerfern vorgeführt. "Ich könnte mich nur schwer für eine Version entscheiden", sagte Pfarrer Rainer Berkholz. "Alle sind sehr gelungen." Nun werde in der kommenden Sitzung des Kirchengemeinderats festgelegt, welche künftig verwendet werden soll. Voraussichtlich ab Pfingsten werde die Kirche dann täglich angestrahlt.Dabei soll durch einen speziellen Schalter jeweils zur Dämmerung das Licht angehen und bis 23 Uhr brennen. Pfarrer Berkholz sucht allerdings noch Sponsoren, die die Stromkosten übernehmen. Hundert Mark jährlich würde das kosten, schätzt er. In den Wintermonaten würde die Kirche etwa fünf Stunden beleuchtet, im Sommer etwa ein bis zwei Stunden.Auch Bürgermeisterin Katja Wolle (SPD) war von den Beleuchtungsproben angetan. Es sei schon "bewegend", sagte sie, wie der Dorfkern mit dem neuen Ortszentrum nun illuminiert werde. "Es gibt ja im Berliner Umland nicht so viele historische Gebäude." Durch spezielle Beleuchtung würden sie aber deutlich aufgewertet. Die Beleuchtungsproben bildeten den Abschluss von fast zwölfjährigen Restaurierungsarbeiten an der Kirche. Bereits 1987 wurde begonnen, das Dach neu einzudecken und den Turm, der durch Kriegsschäden Risse bekommen hatte, zu sanieren. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden die Heizung und die Elektrik erneuert und neue Fenster eingebaut. Im Inneren erhielt die Kirche einen neuen Farbanstrich, von außen wurde der gelbe Klinkerbau per Sandstrahl gesäubert. Die Arbeiten kosteten rund 480 000 Mark, wobei das Land Brandenburg 280 000 Mark zur Verfügung gestellt hatte. Den Rest teilten sich die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis Lichtenberg. In dem Gotteshaus finden auch immer wieder Konzerte statt, allein im vergangenen Jahr waren es zehn. Noch in diesem Jahr, allerdings erst am 5. Dezember 2000, wird die Kirche dann 130 Jahre alt. "So lange wollten wir aber nicht mehr warten mit der Lichteinweihung", sagte Pfarrer Berkholz.