Von einer nigerianischen Mafia hat man bislang kaum etwas gehört. Das mag damit zu tun haben, dass ihre Methoden weniger spektakulär sind als die anderer Organisationen. Weniger effizient aber sind sie nicht.In einer aufwändig recherchierten Reportage versucht Manfred Bölk die weltweiten Aktivitäten der nigerianischen Mafia zu dokumentieren. Fast immer beginnt es damit, dass den Opfern eine beträchtliche Summe in Aussicht gestellt wird, Geld aus Geschäften, die den Angesprochenen zwar nicht bekannt sind, aber von seriös wirkenden Vermittlern avisiert werden. Doch die Auszahlung verzögert sich immer wieder, weil da noch "Gebühren" zu entrichten sind. In Erwartung ihres bevorstehenden Reichtums zahlen die Betrogenen bisweilen mehrere Hunderttausend Mark. Von "ihren" Millionen sehen sie nichts.Manfred Bölk hat eine noch immer um die Rückzahlung ihrer "Provisionen" kämpfende Frau nach Afrika begleitet. Manchmal gerät die Reportage zu einem packenden Krimi. Aber die wahren Hintermänner bleiben ebenso unentdeckt wie die genaue Methode des Betrugs. Also bleibt es dabei: gesucht wird .Gesucht wird: Die Nigeria-Connection, Mittwoch, 21.45 Uhr, ARD