Eine Vision wurde wahr: PALAZZO Von Verdi bis Rammstein: die spannende Geschichte von "Wein, Leib & Gesang". Aufgeschrieben von Werner Last

Für viele Außenstehende ist das Showgeschäft spannend und glamourös. Hinter der kreativen Umsetzung steht aber viel Disziplin und Einfühlungsvermögen. Jedoch auch während der Proben monotone Wiederholungen, bis dann endlich ein perfektes, emotionales "Produkt" mit magischen Momenten steht.Anfang Juli dieses Jahres sprachen mich mein Geschäftsfreund Ulrich Lautenschläger und Hans-Peter Wodarz an und wollten wissen, ob und wie man eine neue "musikalischere" Dinnertainment-Show realisieren könnte. Hans-Peter Wodarz ist eine Ikone dieses Genres. Er ist der Erfinder und hat über 15 Jahre mit seiner Idee "Pomp Duck and Circumstance" Qualitätsmaßstäbe gesetzt.Es war also Zeit, das bewährte Restaurant-Theater weiterzuentwickeln - es zu verjüngen, einen neuen Trend zu setzen. Dazu hatten sich zwei der Großen dieses Geschäfts verbündet. Clemens Zipse von "Palazzo" und eben Hans Peter Wodarz. Ihre Idee war klar und überzeugend. Die Show braucht mehr und qualitativ hochwertige, handgemachte Musik. Eine Band, die swingt und singende Kellner unterstützt.Palazzo Berlin sollte den Anfang machen. Berlin - die Hauptstadt - und inzwischen längst wieder das Mekka des deutschen Entertainments, verwöhnt durch viele gute Angebote. Alle Augen würden auf uns gerichtet sein. Als "Beauftragter" zur Umsetzung dieser Idee, als "Leiter der musikalischen Produktion" gab es für mich nur eine Möglichkeit: Nicht kleckern, sondern klotzen! Top-Qualität bieten! Zum Glück waren die zu diesem Zeitpunkt Beteiligten - Hans-Peter Wodarz, Clemens Zipse, Ulrich Lautenschläger und vor allem Ingo Hagemann, der Geschäftsführer der Palazzo Produktionen - schnell überzeugt. Die Zeit drängte! Palazzo Berlin sollte bereits im November starten!Aber noch war nicht klar, wie und was! Viele Ideen konkurrierten miteinander. Wie sollte in einem herausragenden artistischen Programm mehr Musik Platz finden? Schnell war mit dem "Flying Dreams Orchestra" und den "Singing Waiters" der zweite Teil der Rezeptur gefunden. Wie schon bei Pomp Duck sollte das Publikum animiert werden, Teil der Show werden. Das Publikum sollte mitsingen können. "Sing Along" hieß das neue Schlagwort!Jetzt wurde die Geschichte richtig spannend. Wie, wann und warum singt das Publikum? Wie kann man es animieren? Glücklicherweise hatte ich kurz zuvor Carsten Gerlitz, einen der besten Chorleiter und Arrangeure, kennengelernt. Er war in der Lage, aus Top-Solisten einen Chor zu formen, und somit das Highlight und das Herzstück der Show von Palazzo Berlin, die Singing Waiters, im Programm zu platzieren.Jetzt musste es Schlag auf Schlag gehen. Es waren noch zwei Monate bis zur Premiere, und welche Songs, welche Stücke würden die "Singing Waiters" denn bringen? Und wer sind überhaupt die "Singing Waiters"?Zur ersten Frage war der Grundtenor schnell gefunden. Es sollten bekannte Stücke sein, aus allen Genres, von Klassik bis Schlager, wenn möglich, vielfarbig, "multikulti! Innerlich kam ich "ins Schwitzen"! Wie würde das gehen?Und zur zweiten Frage: Charaktere, keine Musical-, Pop-, Klassik- oder Schlager-Einheitsware. Am besten von allem etwas, von Verdi bis Rammstein! Jetzt war mir heiß! Und natürlich sollten sie kellnern! Wie bitte? Ja klar! Singende Kellner! Die müssen kellnern können! Und richtig klasse Chor singen! Richtig heiß!Ich sehe noch die intensiven, erwartungsfrohen Gesichter der beiden Visionäre und Produzenten von Palazzo Berlin, Hans Peter Wodarz und Clemens Zipse, vor mir, die skeptischen Gesichter der Regisseure, K. Scott Malcolm und Knut Gminder, und das süffisante Lächeln von Carsten Gerlitz.Das erste "Singing Waiters"-Casting fand statt und nach ca. 110 Bewerbern hatten wir bereits im ersten Rutsch eine tolle Truppe gefunden. Sie waren bereit zu kellnern, einige hatten sogar Erfahrung. Ich dachte an Hollywood, wo ja eigentlich jeder Kellner ein "Actor" ist! Waren wir in Berlin auch schon eine solche Show-Metropole? Die Qualität des Gesangs war klasse! Und es waren "Typen", "Charaktere", wie wir es uns gewünscht hatten.Nun war klar, dass wir die Vision von Hans-Peter Wodarz und Clemens Zipse würden umsetzen können. Die Song-Diskussionen waren hitzig und intensiv. Jeder hatte im Geiste seine eigene Songauswahl schon getroffen, doch die Zeit war knapp. Wenn es nicht der letzte Moment wäre, wäre manches gar nicht zu schaffen gewesen! - Wenn Profis an einem Tisch sitzen, kommt man zu einem guten Resultat .Binnen kürzester Zeit musste Carsten Gerlitz die Songs arrangieren, ich das Orchester zusammenstellen. Sieben Musikern der ersten Garde, mit Drums, Bass, Gitarre, Piano/Keyboard sowie einer Bläser-Gruppe mit Trompete, Posaune und Saxophon, damit es richtig swingt. Schließlich war's soweit.Singende Kellner mussten Songs einstudieren, lernen, im Chor zu singen, Essen zu servieren, nicht mit dem anderen Service-Personal zusammenzustoßen auf den schmalen Gängen und die Choreografien einstudieren. Die Band musste die Arrangements proben und den Artisten einen musikalischen Rahmen geben. Dabei wurde von den Regisseuren die Programmfolge bis zuletzt immer wieder angepasst, um die richtige Balance und Dynamik für die Show zu finden.Jetzt, knapp zwei Monate nach der Premiere, ist ein tolles abwechslungsreiches Programm entstanden. Mit stimmungsvoller und mitreißender Musik, erstklassigen Solisten und einem wunderbaren Chor. Flankiert von Weltklasse-Akrobatik, witziger Animation und Comedy und natürlich feinsten kulinarischen Genüssen.Ein schönes Konzert, ein wunderbarer Blumenstrauß aus Theater, Varieté, Revue und leckerem Essen - Eine Vision wurde wahr: "Wein, Leib & Gesang"! - Und das Wichtigste: das Publikum ist begeistert.Der Autor Werner Last wurde in New York geboren und entstammt der erfolgreichen Musikdynastie-Familie Last. Hans (James), Werner sen. und Robert. Er lebt heute in Los Angeles. Mit seinem "Last Ballroom Orchestra", präsentiert von Caesars Palace (Las Vegas), ist er seit drei Jahren erfolgreich. Last ist häufig zu Gast in Berlin. Er leitet die musikalische Produktion der neuen PALAZZO-Show.------------------------------Hans-Peter Wodarz' PALAZZOWein, Leib & GesangEin Gesamtkunstwerk erstklassiger Unterhaltung, mit Nerven- und Gaumenkitzel! Ein Fest für alle Sinne!Di-Do 20 Uhr, Fr-So 19 Uhr. Das Foyer und die Bar sind bereits 60 Minuten vor Beginnn geöffnet. Alle Shows sind Nichtrauchershows! Raucher-Lounge im Foyer.Die Preise für die knapp dreistündige Show und das Festmahl liegen zwischen 79,90 & 119,90 Euro.Für KurzentschlosseneSilvester in Hans-Peter Wodarz' PALAZZO.Beginn 21.30 Uhr. 200,80 Euro pro Person für Show &Festmahl in 3 Akten. Inkl. Begrüßungsaperitif, Champagner um Mitternacht mit Blick auf das Feuerwerk am Brandenburger Tor, Dessertbuffet & Mitternachts-imbiss bei Tanz & Musik vom Flying Dreams Orchestra und DJ.Hans-Peter Wodarz' PALAZZO, Lehrter Stadtquartier am Hauptbahnhof. Katharina-Paulus-Straße, 10557 Berlin.Kartentelefon: 01805-38 88 83 (14 Ct./Min., Mobilfunkpreise können abweichen)www.palazzo.org------------------------------Foto: "Wein, Leib & Gesang": Anders als die Sänger müssen die Orchestermusiker nicht servieren (obwohl sie es bestimmt könnten) .------------------------------Foto: "Wein, Leib & Gesang": Die neue Restaurant-Show von Hans Peter Wodarz' PALAZZO besticht mit singenden Kellnern.