Eintracht Königs Wusterhausen unterlag zu Hause 1:5 gegen Lok Seddin: Die Testspiele nutzten nichts

Die harte Vorbereitung zahlte sich für die Fußballer von Eintracht KW im ersten Punktspiel des Jahres nicht aus. Die zwei Plätze besser in der Tabelle auf Rang zwölf liegende Mannschaft von Lok Seddin gewann überraschend hoch mit 5:1 (2:1).Von fünf Testspielen hatte der Gastgeber vier gewonnen und nur beim Landesligisten Grün-Weiß Lübben hoch verloren. Das nährte Hoffnungen auf einen guten Saisonbeginn, doch Eintracht legte einen klassischen Fehlstart hin. Dafür gab es einen einzigen Grund. Während die Gäste ihre Torchancen zu siebzig Prozent verwerteten, betrug die KWer Quote nur zehn Prozent.Mit dem Einsatz, der Laufbereitschaft und dem Kampfgeist der Einheimischen konnte man im Stadion der Freundschaft durchaus zufrieden sein. Aber im Strafraum waren sie mit ihrer Kunst am Ende. Großen Anteil hatte daran Gästetorhüter Bernd Uckert. Er hielt, was zu halten war. "Der ist schon ein Guter", meinte Phönix-Trainer Manfred Stöpper, der den Wildauer Spielausfall zu einem "Spionage"-Ausflug nach KW nutzte. "Gegen uns fischte er in der 90. Minute einen Süßmuth-Schuß aus dem Dreiangel, der eigentlich unhaltbar schien." Immerhin verdrängte Uckert im Lok-Tor Routinier Rainer Köpnick, der früher bei Stahl Riesa sogar das Oberligator hütete.Eintracht-Cotrainer Frank Schulze meinte nach dem Spiel leicht deprimiert: "Zumindest ein Punkt hätten wir behalten müssen. Knackpunkt war das 1:3. Ich glaube, wenn wir den 2:2-Ausgleich erzielt hätten, der bei einigen Großchancen möglich war, hätte Seddin nicht gewonnen."Die Begegnung begann mit einer Gedenkminute für einen Seddiner Spieler der Alten Herren, der mit seiner Frau beim Flugzeugabsturz am Mittwoch umkam. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase an die schwierigen Bodenverhältnisse entwickelte sich dann ein unter diesen Umständen ansehnliches Match, wobei die Gäste Vorteile im Mittelfeld und damit im Spielaufbau besaßen.Die ersten drei Treffer entstanden alle auf die gleiche Art. Die Abwehrreihen bekamen den Ball nicht aus dem Strafraum, so daß die Schützen ihn aus Nahdistanz über die Linie drücken konnten - 0:1 Mario Maiwald (10.), 1:1 Matthias Stube (13.), 1:2 Cornell Mark (15.). In der 26. Minute faustete der Lok-Torhüter einen herrlichen 30-Meter-Freistoß von Lutz Mecklenburg ab. Die folgende Ecke köpfte Helge Haensch auf die Querlatte. Der ehemalige Libero hatte auch die nächste Möglichkeit. Er lenkte eine Stube-Eingabe direkt aufs Tor, doch für den bereits geschlagenen Torhüter klärte Hartmut Otto kurz vor der Linie (38.).Otto bereitete dann die Spielentscheidung vor. Eine seiner geschickt aufs lange Eck gezogenen Eckbälle von links köpfte der drei Minuten zuvor eingewechselte Marokkaner Khalil Mabrouki ein (1:3/65.). Das 1:4 (Dirk Knospe/78.) und 1:5 (Jörg Arnold/86.) ließen dann die Niederlage unverdient hoch ausfallen.Eintracht KW mit Hütten; Voigt (ab 70. Schedalke); Kaplan, Boese, Schaum; Stube, Mecklenburg, Lauschke, Mehlow; Schloddarick, Haensch. +++