Die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge ist im vergangenen Jahr von 425.000 im Vorjahr auf rund 496.000 gestiegen. Davon waren 122.000 anerkannte Flüchtlinge, also Asylberechtigte und Menschen mit Flüchtlingsschutz, 7000 mehr als im Vorjahr, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mitteilte. Der Anstieg der Flüchtlingszahl geht vor allem auf die Zunahme der Asylbewerber zurück. Bekamen 2012 noch 66.000 Flüchtlinge eine Aufenthaltsgestattung, waren es im vergangenen Jahr bereits 110.000. Das heißt, sie haben entweder einen Asylantrag gestellt oder durchlaufen gerade ein Asylverfahren in Deutschland. Insgesamt haben nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Jahr 110.000 Menschen hier Asyl beantragt.

Gestiegen ist auch die Zahl der Geduldeten und zwar von 85.000 im Vorjahr auf 94.500. Der Anteil der Flüchtlinge, die mehr als sechs Jahre geduldet werden, ist dagegen weiter zurückgegangen und lag bei 32.600. Die Zunahme der Geduldeten erklärt sich vor allem durch Asylbewerber, die in den letzten Jahren eingereist und nach der Ablehnung ihres Antrags noch nicht ausgereist oder abgeschoben wurden. Die 32600 langjährig Geduldeten gehören zu der Zielgruppe, die nach den Plänen der großen Koalition von der geplanten Bleiberechtsregelung profitieren sollen. Über 10000 dieser Menschen leben sogar schon länger als 15 Jahre in Deutschland.

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