Elternprotest half nichts: Einbahnstraße vor der Schule ist weg

LICHTENBERG. Der Protest hat nichts gefruchtet: Trotz massiver Einwände von Lehrern und Eltern wurde Ende vergangener Woche die Einbahnstraßenregelung in der Ehrenfelsstraße in Karlshorst aufgehoben. Die Schüler der 24. Grundschule müssen sich nun daran gewöhnen, daß der Verkehr aus beiden Richtungen durch die Tempo-30-Zone und an ihrer Schule vorbeirollt. Wenige Tage vor Öffnung der Straße hatte die Polizei zugesichert, mit der Schule noch einmal Kontakt aufzunehmen und die Einwände zu prüfen. "Mit uns hat aber niemand geredet", sagt Schulleiter Wilfried Wolff. Er fordert ebenso wie Elternsprecherin Ulrike Gummert: "Es muß ein Schutzgitter her." Damit sollen die Kinder daran gehindert werden, achtlos von der Schule auf die Straße zu laufen.Karl-Heinz Nave von der Straßenverkehrsbehörde verteidigt die Öffnung der Einbahnstraße. Einen Anlaß, diesen Beschluß zu stornieren, habe es nicht gegeben. "Einen Tag nach der Öffnung hat ein Polizist den reibungslosen Ablauf des Verkehrs in der Ehrenfelsstraße bestätigt." Nun würden Maßnahmen zum Schutz der Schulkinder geprüft. Beispielsweise ein Halteverbot vor der Schule, damit die Kinder den Verkehr besser überschauen können. "Ein Schutzgitter steht nicht zur Debatte", so Nave. (cls.)