Die Stiftung Warentest hat Berlins Nahverkehr nur mit "2,9 (befriedigend)" bewertet - eine Kritik, die von den Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) akzeptiert wird. "Die Anmerkungen sind zum Teil berechtigt. Wir werden sie auswerten, um unser Angebot weiter zu verbessern", sagte die BVG-Sprecherin Barbara Mansfield am Montag. Allerdings wies sie darauf hin, dass Berlins Nahverkehr bei Umfragen bislang stets gute Noten erhalten habe. Außerdem wurden einige Testergebnisse inzwischen vom Fortschritt überholt. Mansfield: "Im Frühjahr, als die Tester unterwegs waren, gab es das Informationssystem DAISY nur vereinzelt. Heute sind viele U-Bahnhöfe mit den elektronischen Anzeigetafeln ausgestattet." Die Information durch Ansagen und Anzeigen war mit "ausreichend" bewertet worden. "Heute hätte es eine bessere Note gegeben", sagte Warentest-Mitarbeiter Jürgen Armbrecht. Unverändert negativ sei jedoch, dass es keine Anzeigetafeln im Bus- und Straßenbahnverkehr gebe. Die Stiftung hatte auch den Fahrscheinverkauf nur mit "ausreichend" benotet. Armbrecht: "Dabei bleiben wir. In anderen Städten gibt es auch in Bussen Automaten. Zudem kann dort bargeldlos mit Geldkarte bezahlt werden. Berlin ist noch nicht soweit."Die Fahrscheine seien in Berlin relativ teuer, hieß es. "Dafür haben wir ein größeres Angebot und ein viel größeres Verkehrsgebiet. Und der Einzelfahrschein berechtigt innerhalb von zwei Stunden auch zur Rückfahrt", entgegnete Mansfield.Mit der Teilnote "2,3 (gut)" benoteten die Warentester dagegen die Beratung bei BVG und S-Bahn. (pn.)