Der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Nooke soll bei den Bundestagswahlen als Direktkandidat für den Wahlkreis Pankow antreten. Nachdem sich der Vorstand des Kreisverbandes Pankow bereits für die Kandidatur Nookes ausgesprochen hatte, ist er am Donnerstagabend offiziell von der Wahlkreisvertreterversammlung nominiert worden. Von den 29 Delegierten stimmten zwei gegen Nooke. Zuvor hatte der 38-jährige Markus Roscher überraschend in einer persönlichen Erklärung verzichtet. Der Anwalt sagte, trotz unterschiedlicher Politikansätze könne er nicht gegen seinen Freund Nooke antreten. "Vielen Dank, Herr Diepgen, das werde ich Ihnen nie vergessen", sagte Roscher. Nooke war bei der letzten Bundestagswahl 1998 noch als Kandidat im Wahlkreis Mitte angetreten. Eine erneute Kandidatur dort war ihm nicht möglich, weil der ehemalige Regierende Bürgermeister und jetzige CDU-Landeschef Eberhard Diepgen in dem Wahlkreis aufgestellt wurde. Der Wahlkreis gilt als besonders attraktiv, weil dort Parlament und Regierung ihren Sitz haben. Als sich anbahnte, dass Eberhard Diepgen Günter Nooke verdrängen würde, bot der Kreisverband Pankow an, Nooke aufzustellen. "Mit Günter Nooke haben wir einen optimalen Kandidaten", sagte Kreisvorsitzender René Stadtkewitz gestern. Nooke sieht einen spannenden Bundestagswahlkampf vor sich. Für Nooke ist Kanzler Gerhard Schröder bereits gescheitert. Auch aus der Stimmung in Berlin sollte die CDU "etwas Positives machen". Nooke zog 1990 für Bündnis 90 in die Volkskammer ein, von 1990 bis 1994 saß er im brandenburgischen Landtag. 1996 wechselte er in die CDU. (mm., ulp.)