PETERSHAGEN/BRÜSSEL - Einer fehlt zum Auftakt. Und das ist Elmar Brok. Er hat sich leicht verspätet an diesem Frühlingsmorgen. Dennoch watschelt der CDU-Politiker gelassen über die roten Fliesen in der Aula des Gymnasiums im ostwestfälischen Petershagen. Als Berufseuropäer stellt ihn Schulleiter Friedrich Schepsmeier gerade vor. Brok aber nuschelt auf dem Weg nach vorn zum Podium: „Europäer aus Berufung!“

Die Berufenen haben es nicht einfach in diesen Zeiten. Wozu und zu welchem Zweck brauchen wir Europa? Das leuchtet nicht jedem unmittelbar ein. Am Städtischen Gymnasium in Petershagen unweit von Minden haben sie auf der Suche nach Antworten die heimischen Kandidaten für die Europawahl zur Debatte geladen. Draußen grüßt altdeutsches Fachwerk, die Weser schlängelt sich durch grüne Wiesen, drinnen sind die Smartphones in die Jackentaschen gerutscht. Sozialdemokraten, Liberale und Grüne haben ihre jugendlichen Bewerber für die Europawahl am 25. Mai nach Ostwestfalen geschickt. Chino-Hose, Turnschuhe und Jackett trägt das junge Personal der Berliner Republik. Dazwischen sitzt Elmar Brok, 67, mit blauem Anzug, weißem Hemd und dem markanten, ewig blonden Schopf.

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