Berlin. spVier der prominentesten Schwimmsportlerinnen der DDR, die sowohl für die ehemalige sozialistische Republik als auch teilweise später für das vereinigte Deutschland olympische Medaillen gewannen, sind endgültig des Dopings überführt.Dokumente des Dopinglabors Kreischa, erstmals in der Berliner Zeitung veröffentlicht, beweisen, daß Kristin Otto, Daniela Hunger, Dagmar Hase und Heike Friedrich bei der Schwimm-EM 1989 gedopt waren, obwohl sie bis heute leugnen.In einer Exklusiv-Serie deckt der Heidelberger Doping-Ermittler Professor Dr. Franke zum ersten Mal im großen Umfang die Doping-Praktiken in der früheren DDR, die Auswirkungen, aber auch die heimlichen Verstrickungen zwischen Ost und West auf. Im heutigen ersten Teil geht es um die bis jetzt andauernde Vertuschung und die Rolle des obersten Sport-Mediziners der DDR, Dr. Manfred Höppner. Bei einer Doping-Kontrolle kurz vor der EM 1989 wurden bei den vier Schwimmerinnen erlaubte Testosteron-Grenzwerte bis zum Dreifachen überschritten.Bei dieser EM gewann Kristin Otto, sechsfache Olympiasiegerin 1988, einmal Gold und einmal Bronze, Daniela Hunger dreimal Gold und einmal Silber, Heike Friedrich zweimal Gold und einmal Silber, Dagmar Hase einmal Gold. Seite 8 Lesen Sie Morgen: Die Nebenwirkungen des Dopings: Leberschäden und Menstruationsblockade bei kleinen Mädchen.Kristin Otto Foto: Engler